Schwentner: Sexarbeiterinnen brauchen Rechte

Grüne fordern Einklagbarkeit von Honoraren

Wien (OTS) - Anlässlich des 'Internationalen Hurentages' am 2.
Juni sieht Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, Handlungsbedarf: "Derzeit können Sexarbeiterinnen nicht einmal den vereinbarten Lohn einklagen, weil ihre Tätigkeit als sittenwidrig gilt. Fehlende Rechte treiben Sexarbeiterinnen in die Abhängigkeit und begünstigen Gewalttaten. Auch Sexarbeiterinnen sollten Arbeitsverträge abschließen dürfen." Die derzeitige Situation sei unhaltbar. Denn die rechtlich prekäre Situation von Sexarbeiterinnen werde ausgenützt. In der Prostitution tätige Frauen sind unzureichend vor Gewalttaten geschützt, wie eine aktuelle Mordserie zeige.

Schwentner appelliert daher an SPÖ und ÖVP, ihre Zusagen zur Verbesserung der rechtlichen Situation von Sexarbeiterinnen auch umzusetzen: "Sowohl Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek als auch Staatssekretärin Christine Marek haben sich öffentlich zu einer Stärkung der Rechte von Sexarbeiterinnen bekannt. Doch diesen Lippenbekenntnissen sind bis heute leider noch keine Taten gefolgt." Die Grünen hoffen deshalb auf eine Unterstützung der beiden Regierungsparteien. "Wir werden daher erneut einen Antrag im Parlament einbringen, der eine Stärkung der Rechte von Sexarbeiterinnen vorsieht", kündigt Schwentner an.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003