Grüne Wien/Maresch zu AKW Mochovce: Stadt Wien muss Beschwerde bei EU-Kommission einbringen

Verschläft Sima nächste Gelegenheit im Kampf gegen das AKW Mochovce?

Wien (OTS) - Der Umweltsprecher der Grünen Wien, Rüdiger Maresch, fordert die Stadt Wien auf, bei der EU-Kommission Beschwerde gegen den Ausbau des slowakischen AKW Mochovce einzulegen. "Die grenzüberschreitende UVP ist zu Ende, ohne dass die Bedenken der ÖsterreicherInnen bezüglich der Sicherheit eingeflossen sind", so Maresch. "Jetzt muss die österreichische Politik alle Hebel in Bewegung setzen, damit der Ausbau noch verhindert werden kann." Mehr als 200.000 Wienerinnen und Wiener haben durch ihre Unterschrift ihren Protest gegen den Ausbau des AKW Mochovce kundgetan. "Die Stadt Wien und namentlich Umweltstadträtin Sima haben bisher dieses Vertrauen der BrürgerInnen nicht gerechtfertigt und alles unterlassen um wirksame Schritte gegen das AKW Mochovce zu setzen. So verspielt die Stadt Wien jegliches Vertrauen."

Dass das UVP-Verfahren eine Farce war, ist offensichtlich, wurde doch angenommen, dass ein Unfall im Atomkraftwerk keine Auswirkungen auf die Nachbarländer hätte. Das AKW Mochovce liegt jedoch nur 50 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Auch enspricht das slowakische UVP-Gesetz nicht den Anforderungen der EU.

"In der heutigen Zeit ein Atomkraftwerk auszubauen, ist ein Skandal für sich. Aber dabei auf Schutzvorrichtungen wie eine doppelte Schutzhülle zu verzichten, grenzt an Harakiri", so Maresch.

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