Jarolim kritisiert Brutalisierung im Maßnahmenvollzug

Justizministerium setzt auf Wegsperren statt Therapie

Wien (OTS/SK) - "Die jüngsten Medienberichte zum Abzug von Rechtsbrecherinnen und Rechtbrechern im Maßnahmenvollzug aus der Psychiatrie ins Forensische Zentrum Asten und die Justizanstalt Göllersdorf sind Besorgnis erregend", erklärte heute SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Bei den Betroffenen handelt es sich um Menschen mit größtmöglichem Therapiebedarf. Das offensichtlich von langer Hand geplante und dennoch in der Durchführung überstürzte Wegsperren ist ein Bruch in der österreichischen Justizgeschichte. Wegsperren statt Therapie war bislang nicht die vorherrschende Denkschule. Wir stehen hier vor einer Brutalisierung und vor einem Abgehen vernünftiger Ansätze im Justizvollzug. Sparen ist gut und richtig, aber es geht auch mit Intelligenz, Stil - und ohne Gefährdung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklungspotenziale", kritisierte Jarolim abschließend und kündigte an, sich des Themas weiterhin anzunehmen. **** (Schluss)up/mp

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