BZÖ-Widmann: Tschechien soll Vergangenheit bewältigen

Benes-Dekrete müssen aufgearbeitet werden

Wien (OTS) - "Die Tschechische Republik muss das Unrecht der Benes-Dekrete endlich anerkennen und dieses traurige Kapitel der jüngeren Vergangenheit bewältigen", verlangt BZÖ-Vertriebenensprecher Mag. Rainer Widmann angesichts des Brünner Todesmarschs vor 65 Jahren. Die Benes-Dekrete seien für die Republik Österreich sehr wohl ein Thema, das nach wie vor ungelöst ist und die Beziehungen beider Länder belastet.

Widmann erinnert, dass "auch Österreich seine Geschichte des vergangenen Jahrhunderts aufgearbeitet hat - bis hin zu einem Restitutionsfonds!" Bedenklich sei hingegen, dass die tschechische Jugend zunehmend mehr Aufklärung zu den Ereignissen rund um die Vertreibung der Sudetendeutschen verlangt, die tschechische Politik aber kaum Antworten gibt. Kritik übte der BZÖ-Vertriebenensprecher auch, dass weder offizielle Gedenkveranstaltungen deutscher, tschechischer und österreichischer Stellen geplant sind, noch, dass ein "Niemals wieder!" von nationalen Parlamenten oder EU-Institutionen zu hören ist.

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