Heinisch-Hosek: Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper

Frauenministerin eröffnet zweite internationale Konferenz der Bioethikkommission zu "Bioethik und Frauen"

Wien (OTS) - "Die österreichische Bioethikkommission ist ein gutes Beispiel für die Umsetzung von Gender Mainstreaming. Sie integriert Geschlechteraspekte durchgängig in ihre Arbeit, wie etwa auch die heutige Konferenz zeigt. Der anfangs geringe Frauenanteil in der Kommission wurde inzwischen angehoben: 12 von 25 Mitgliedern sind heute weiblich", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer Eröffnungsrede zur internationalen Konferenz "Bioethik und Frauen". Die österreichische Bioethikkommission hatte zu diesem Thema bereits 2008 internationale Fachleute zur Diskussion nach Wien geladen. Die unzureichende Berücksichtigung von Frauen in der medizinischen Forschung stand bei der heutigen Veranstaltung erneut im Mittelpunkt der Gespräche.

Fragen der Bioethik können nicht allein auf nationaler Ebene behandelt werden, so die Frauenministerin: "Gerade die Reproduktionsmedizin und die damit verbundenen rechtlichen Rahmenbedingungen sind ein Bereich, der für Frauen weltweit von Bedeutung ist". Das zeige etwa das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum österreichischen Fortpflanzungsmedizingesetz. Der Gerichtshof hat das Verbot der Eizellenspende und die Einschränkungen bei der In-Vitro-Fertilisation als zu restriktiv beurteilt.
"Daher ist es notwendig, sich in Österreich mit der Notwendigkeit von Eizellenspenden auseinander zu setzen. Wir brauchen eine ausreichende Regulierung, die negative Konsequenzen und Ausbeutung verhindert. Wir brauchen aber auch eine Regelung, die gleichzeitig das Recht von Frauen achtet, über ihren Körper selbst entscheiden zu können".

"Die heutige Veranstaltung ist ein wichtiger Beitrag dazu, dass frauenrelevante Themen in der Bioethik und medizinischen Forschung stärker berücksichtigt werden", so Heinisch-Hosek abschließend.

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Pressesprecherin der
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