Mölzer: Sloweniens Oppositionsführer Jansa gefährdet Kärntner Konsensbemühungen

Kärnten wurde Slowenien nicht weggenommen, sondern hat sich bei Volksabstimmung 1920 auf demokratische Weise für Landeseinheit ausgesprochen

Wien (OTS) - Als völlig inakzeptabel bezeichnete heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, Aussagen des slowenischen Oppositionsführers Janez Jansa im Vorfeld der Volksabstimmung über das Grenzabkommen mit Kroatien. "Wenn Jansa behauptet, man habe Slowenien Kärnten, Triest und Görz weggenommen, dann ist das Maß des Erträglichen überschritten. Bekanntlich wurde Südkärnten nicht Slowenien weggenommen, sondern es hat sich die Mehrheit der Bevölkerung bei der Volksabstimmung 1920 auf völlig demokratische Weise für den Verbleib bei Österreich ausgesprochen", betonte Mölzer.

Jedenfalls passe Jansas Wortspende, so der freiheitliche EU-Mandatar, nicht ins 21., sondern ins 19. Jahrhundert. "Jansas Äußerung hat nicht nur in Europa keinen Platz, sondern fügt darüber hinaus auch dem Bemühen der sogenannten Kärntner Konsensgruppe, die Ortstafelfrage durch einen für beide Seiten, also sowohl für die deutsche Mehrheit als auch für die slowenische Minderheit tragfähigen Kompromiß zu lösen, enormen Schaden zu", erklärte Mölzer.

Anstatt versteckte Gebietsansprüche an Österreich zu stellen, wäre es besser, wenn Jansa auf radikale Nationalslowenen in Kärnten einwirkte, damit sich im südlichsten Bundesland das Klima zwischen Mehrheit und Minderheit weiter entspannen könne, sagte der freiheitliche Europa-Abgeordnete. "Damit könnte Jansa wesentlich mehr bewirken als mit dem Schüren von Ängsten, das nur zu unnötigen Spannungen zwischen den Kärntner Bevölkerungsgruppen führt", schloß Mölzer.

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