Wurm: FPÖ-"Frauensprecherin" verunglimpft Österreichs Frauen

Laut Gartelgruber unterschiedliche Chromosomenanzahl Schuld an Einkommensunterschieden

Wien (OTS/SK) - Als "skurril" bezeichnet SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm die Interpretation der Ergebnisse des Frauenberichts 2010 durch FPÖ-Frauensprecherin Gartelgruber zum Frauenbericht 2010. "Die Hauptaussage des Frauenberichts 2010 ist, dass immer mehr Frauen besser ausgebildet sind, aber noch immer eindeutig weniger verdienen als Männer. Für die FPÖ hat das biologische Gründe. Das ist eine unfassbare Beleidigung für alle Frauen in Österreich", so Wurm am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Laut einer Aussendung der sogenannten FPÖ-Frauensprecherin schaffe die unterschiedliche Chromosomen-Zusammensetzung von Frauen und Männern Unterschiede körperlicher und geistiger Natur. ****

Wurm erinnert in diesem Zusammenhang an eine Aussage der ehemaligen Frauenministerin Johanna Dohnal, die einem Interview 2008 meinte, "Frauen kriegen Kinder, alles andere macht man nicht mit der Vagina, sondern mit dem Herzen und mit dem Hirn. Das haben Männer auch". "Offenbar sieht das die FPÖ noch immer anders und meint, dass Frauen geistig weniger zu bieten hätten als Männer und deshalb weniger verdienen. Hätten sie den Frauenbericht sinnerfassend gelesen, hätte auch die FPÖ über Frauen in Österreich andere Schlüsse gezogen", so Wurm, die in diesem Zusammenhang auch Gründe für das Stimmerverhalten der Frauen im Burgenland sieht. "Die ewiggestrige FPÖ wird von Frauen abgelehnt, nur vier Prozent der Burgenländerinnen haben gestern die FPÖ gewählt, jedoch 56 Prozent der Frauen die SPÖ. Eine klare Absage an das FPÖ-Frauenbild", betonte Wurm abschließend. (Schluss) up/mp

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