ÖVP Wien fordert "Fitness-Programm" für Wirtschaftsstandort Wien

Schnellere Genehmigungsverfahren, Fokus auf Unternehmensansiedlungen und Entlastung der Wirtschaftstreibenden

Wien (OTS) - Ein "Fitness-Programm" für den Wirtschaftsstandort Wien forderte heute die Landesparteiobfrau der ÖVP Wien, Christine Marek, beim "Business Brunch" mit rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmern im Management Club Wien. "Die SPÖ lobt sich wegen der Mercer-Studie ausschließlich selbst, die Situation des Wirtschaftsstandortes Wien ist ihr aber leider vollkommen egal", so Marek, die darauf verwies, dass sich auf Grund dieser Tatsache in den vergangenen Jahren zahlreiche Unternehmen aus Wien verabschiedet hätten.

"Der Standort Radar des Management Club zeigt, dass Wien sogar von Kärnten überholt wurde und nur mehr an achter Stelle im Bundesländervergleich liegt. Wenig besser sieht es im Teilbereich Wachstum aus. Dort ist Wien auch nur mehr an der siebenten Stelle. Beim Teilbereich Arbeit trägt das Rote Wien sogar die Rote Laterne. Da wollen wir nicht länger zuschauen, denn solche Zahlen sind ein Alarmsignal", betonte die Wiener VP-Chefin. Das "Fitness-Programm" für den Standort muss drei Hauptpunkte umfassen: Schnellere und effizientere Genehmigungsverfahren, Fokus auf Unternehmensansiedlungen sowie Entlastung der Wirtschaftstreibenden.

Positivbeispiel Oberösterreich

"Wie man schnelle und effiziente Genehmigungsverfahren durchzieht, zeigt Oberösterreich eindrucksvoll vor. Während Unternehmen dort nur 35 Tage auf die Genehmigung warten müssen, beträgt dieser Zeitraum in Wien 90 Tage. Die Wiener Bürokraten sind damit drei Mal langsamer als die oberösterreichischen Dienstleister", so Marek. Außerdem biete die zuständige MA 36 leider weder Hilfestellungen noch Service. "All das kostet die Unternehmerinnen und Unternehmer Planungssicherheit, Nerven und vor allem Geld. Und die Stadt hat das Problem nicht erkannt, dass es hier um Arbeitsplatzvernichtung geht." Marek forderte daher, sich am Positivbeispiel Oberösterreich zu orientieren und endlich ein rigides Qualitätsmanagement zu installieren und besseren Service aus einer Hand anzubieten. "Das ist Wien den Unternehmerinnen und Unternehmern schuldig."

Bei den Unternehmensansiedlungen müsse sich Wien ein Beispiel an der niederösterreichischen Agentur "ECO Plus" nehmen, forderte die Wiener VP-Obfrau: "In Wien ist der Wirtschaftsförderungsfonds einfach in Wirtschaftsagentur umbenannt worden. Außer einer kosmetischen Maßnahme und viel verschwendetem Geld der Steuerzahler hat sich die Performance allerdings nicht verbessert." Immer noch sei Wien bei Ansiedlungen auf die Bundesagentur "ABA - Invest in Austria" angewiesen. "Der WWFF und danach die Wirtschaftsagentur haben vergangenes Jahr gerade einmal neun Ansiedlungen zustande gebracht, im Jahr 2008 waren es gar nur drei! In Niederösterreich wurden von ECO Plus in der gleichen Zeit mehr als 170 Unternehmen angesiedelt. Diese Bilanz ist für Wien vernichtend", kritisierte Marek. Daher müssen die Ansiedlungspolitik völlig neu ausgerichtet und effizienter gestaltet werden. Fokus müsse man auch auf die "Headquarters" größerer Unternehmen richten. "Aktives Standortmarketing statt Zurücklehnen und den Unternehmen beim Abwandern zusehen ist das Gebot der Stunde."

Umsetzungsschwacher Wiener Bürgermeister

Abschließend forderte Marek noch eine spürbare Entlastung der Wirtschaftstreibenden. "Der Bürgermeister hat vor Jahren versprochen, sich bei den Verhandlungen zum Finanzausgleich für eine Abschaffung der Werbeabgabe einzusetzen. Offenbar ist er doch nicht so durchsetzungskräftig, wie das seine Umgebung gerne behauptet. Denn die Werbeabgabe existiert bis heute. "Das Rote Wien lässt seine Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Unternehmen, im wahrsten Sinne des Wortes bluten. Laut Statistik Austria zahlte jeder Wiener im Jahr 2008 rund 655 Euro an Landes- und Gemeindeabgaben, jeder Nicht-Wiener dagegen nur 453 Euro. Wir brauchen eine Vereinfachung, Vereinheitlichung und gegebenenfalls die Abschaffung einzelner Abgaben und damit eine spürbare Entlastung der Wirtschaftstreibenden", betonte die Wiener VP-Obfrau.

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