Grillitsch fordert höheren Produzenten-Milchpreis

Milchpaket wirkt - Bauern müssen gerechten Anteil bekommen

Wien (OTS) - Nach der außerordentlichen Krise im EU-Milchsektor
hat sich der Markt für Butter und Magermilchpulver stabilisiert. Die niedrigen Milchpreise, die 2009 in Österreich einen Durchschnitt von 29,1 Cent netto je kg (bei 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) erreicht hatten, ziehen als Reaktion auf die EU-weit beschlossenen Notmaßnahmen wieder an. "Die Preise für Molkereiprodukte steigen in Europa, der internationale Milchmarkt ist für diese Jahreszeit erfreulich stabil. Dank der Intervention durch die EU konnte die Spekulation am Milchpulvermarkt gebremst werden. Wir setzen uns jetzt dafür ein, dass die Bauern einen gerechten Anteil an den Preissteigerungen bekommen", erklärt Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch anlässlich des morgigen Weltmilchtages. "Aufgrund dieses positiven Markttrends sollen die österreichischen Handelsketten den Molkereien und Bauern einen entsprechend höheren Preis bezahlen", verlangt Grillitsch.

"Das Jahr 2009 war für die Landwirtschaft das schwierigste der Nachkriegszeit. Österreichs Bauern leben teilweise von der Substanz. Angesichts der wichtigen Aufgaben, die die Betriebe zu leisten haben, ist das eine Schande", kritisiert der Bauernbund-Präsident. "Landwirtschaft lässt sich nicht beliebig starten und abstellen wie ein Traktor. Einmal aufgegeben, ist die Produktion verloren. Wenn wir den nationalen Versorgungsauftrag ernst nehmen, dann können wir uns nicht leisten, dass unsere bäuerlichen Betriebe an den Rand der Existenz getrieben werden", so Grillitsch. Es sei gefährlich, die Erzeugung zurückzufahren. "Jede Angebotsschwankung bringt neue Preissprünge mit sich, die weder den Bauern noch den Konsumenten nützen. Von einem stabilen Markt profitieren Verbraucher wie Bauern gleichermaßen", gibt der Präsident zu bedenken.
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