60-jähriges Jubiläum des Fulbright Programms: Festakt am 7. Juni 2010

Wien (OTS) - Am 7. Juni 2010 um 18.00 veranstaltet die Fulbright Kommission einen Festakt anlässlich des sechzigsten Jahrestags der Gründung des österreichisch-amerikanischen Fulbright Programms 1950 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel Platz 2, 1010 Wien. Begrüßung durch die Ehrenvorsitzenden der Fulbright Kommission: U.S. Botschafter William C. Eacho, III und Bundesministerin Dr. Beatrix Karl. Als "Festrede" wird ein eigens produzierter Dokumentarfilm von Georg Steinböck gezeigt: Fulbright at Sixty: The Austrian-American Fulbright Program, 1950-2010.

J. William Fulbright, Namensgeber des bekannten Austauschprogramms, wurde am 9. April 1905 in Sumner, Missouri, geboren und wuchs in Fayetteville, Arkansas, auf. Er studierte an der University of Arkansas und war 1925 bis 1928 als Rhodes Scholar an der University of Oxford, gefolgt von einem wichtigen sechsmonatigen Aufenthalt in Wien.

1942 wurde Fulbright als Demokrat für Arkansas in das U.S. House of Representatives gewählt, wo er einer der ersten Befürworter der Vereinten Nationen war. Von 1945 - 1974 war Fulbright als U.S. Senator ein konsequenter Vertreter des Internationalismus in der U.S. Außenpolitik, die er als längst dienender Vorsitzender des Foreign Relations Committee (1959-74) wesentlich mitgestaltete.

Seine Erfahrungen als Student im Ausland und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges waren prägend für das politische Verständnis von Fulbright und führten 1946 zu seiner Konzeption des nach ihm benannten Austauschprogramms. Zielsetzung des Fulbrightprogramms ist es, Völkerverständigung durch den Austausch von StudentInnen, FremdsprachenassistentInnen und WissenschaftlerInnen zu fördern. Man möge lernen - so Fulbright - die Welt so wahrzunehmen, wie andere sie sehen.

Fulbright Stipendien wurden anfangs mit Mitteln aus dem U.S. Verkauf von Überschussgütern im Ausland finanziert. Mittlerweile werden sie durch jährliche Beiträge der österreichischen und amerikanischen Bundesregierungen finanziert und durch Drittmittel aus einer Reihe von institutionellen Partnerschaften ergänzt.

Das Fulbright Programm gilt als Vorbild und "Großvater" für später entstandene akademische Austauschprogramme. Bisher haben weltweit 294.000 StudentInnen und WissenschaftlerInnen aus 155 Ländern daran teilgenommen: davon über 3,400 ÖsterreicherInnen und 2,000 AmerikanerInnen im Rahmen des österreichisch-amerikanischen Programms.

Seit 1950 wurden über Euro 39 Millionen für Fulbright Stipendien im Rahmen des österreichisch-amerikanischen Programms aufgewendet. Es werden jährlich zirka 40 ÖsterreicherInnen und 40 AmerikanerInnen in fast allen Studienrichtungen als FulbrighterInnen gefördert.

Bis dato sind die häufigsten Studienrichtungen österreichischer Fulbright-StipendiatInnen in den USA Anglistik und Amerikanistik, Naturwissenschaften und Technik, Wirtschaftswissenschaften und Jus. Amerikanische FulbrighterInnen in Österreich kommen hauptsächlich aus den Kultur- und Sozialwissenschaften: Germanistik, Musik und Musikwissenschaft, Geschichte, Theaterwissenschaft und Politikwissenschaft.

Die Fulbright Kommission betreut auch das U.S. FremdsprachenassistentInnen-Programm des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, das im laufenden Schuljahr österreichweit über 140 U.S. LehrassistentInnen in AHS und BHS zum Einsatz bringt.

Weitere Information finden Sie unter www.fulbright.at

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Dr. Lonnie Johnson, Executive Director
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