FA-Bundestag: Rösch als Obmann wiedergewählt

Fordert Ausdehnung der EU-Übergangsfristen zum Schutz des heimischen Arbeitsmarkts

Wien (OTS) - Beim Bundestag der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) wurde Ing Bernhard Rösch in geheimer Wahl mit 87,5 Prozent wieder zum Bundesobmann gewählt. Seine Stellvertreter wurden Heribert Mariacher, Hans Payrleithner, Wolfgang Schatz und Herbert Trattnig. Landtagspräsident a.D. Johann Römer wurde für seine Verdienste um die FA zum Ehrenobmann auf Lebenszeit gekürt.

Ein großes "Danke" sprach Rösch den Delegierten für ihre hervorragende Leistung aus. Bei den Arbeiterkammerwahlen habe man entweder die Mandatszahl verteidigt, verdoppelt oder sogar verdreifacht. Bei den Personalvertretungswahlen habe es dort, wo man Kandidaten stellen konnte, erhebliche Zuwächse gegeben.

In seiner Rede kritisierte Rösch, dass die Kaufkraft in Österreich seit 15 Jahren immer weiter sinkt. "Wo war da die Gewerkschaft?", fragte Rösch und stellte fest, dass lediglich die Inflation, aber kaum die Produktivitätssteigerung in der Entwicklung der Löhne und Gehälter berücksichtigi wurde. Er befürchtet, dass die Arbeitslosigkeit spätestens ab 1. Mai 2011, wenn die EU-Übergangsfristen zum Schutz des heimischen Arbeitsmarktes fallen, die Zahl von 600.000 erreichen wird. Selbst der rote Gewerkschafter Rudolf Kaske habe in einem Interview mit dem Wirtschaftsblatt klar gesagt, dass 25.000 neue Zuwanderer kommen würden. Die Übergangsfristen müssten jedenfalls weiter ausgedehnt werden, fordert Rösch.

Das AMS sei schon jetzt komplett überfordert und lediglich mit der Verwaltung der Arbeitslosen beschäftigt, so Rösch. Dass das AMS einer Akademikerin einen Staplerschein vorgeschrieben hat, dürfe es nicht mehr geben.

Auch mit der von der SPÖ forcierten Mindestsicherung kann Rösch wenig anfangen. "Die wird uns noch auf den Kopf fallen", stellte er klar. Und überhaupt regiere bei der SPÖ der Nadelstreifsozialismus. "Sie führen ein Unternehmen nach dem anderen in die Krise", so der FA-Bundesobmann. Als Beispiele nannte er unter anderem die AUA, die ÖBB, die BAWAG und den Konsum: "Überall wird das Geld in den Sand gesetzt!"

Rösch erinnerte auch daran, dass die Freiheitlichen Arbeitnehmer Vorreiter beim Kindergeld waren. Jetzt will Rösch die Einführung eines Erziehungsgeldes, welches Müttern die Wahlfreiheit zwischen Beruf und Familie ermöglicht. Es dürfe nicht sein, dass Eltern gezwungen sind, ihre Kinder in Fremdbetreuung abzuschieben. Bis dato sei es so, dass beide Elternteile arbeiten müssen, weil sie sonst kein Einkommen zum Auskommen haben. Sowohl Urlaubs- als auch Weihnachtsgeld fließe in die Tilgung von Schulden. Dabei brauche es mehr Zeit für die Familien: "Kinder brauchen in den ersten drei Jahren ein Zuhause, das wird von der SPÖ negiert", so Rösch. Gegen absurde Quotenregelungen spricht sich Rösch ebenso aus wie gegen die Tatsache, dass die SPÖ in Frauen lediglich eine "gebärfähige Arbeitseinheit" sehe.

Der FA-Bundesobmann verlangt, dass die Jugend wieder eine Perspektive bekommt. Diese sei es, welche den Generationenvertrag finanzieren muss. Doch bis dato gehe die Einkommenskurve immer weiter nach unten. Das werde auf Dauer nicht gut gehen. Mit der Politik von SPÖ und ÖVP sowie ihrer Vorfeldorganisationen sei kein Staat zu machen. "Sie sind willfährige Handlanger einer europäischen Finanzmonarchie", so Rösch. Der FA-Obmann stellte abschließend fest: "Wir sind die einzigen, die den Arbeitnehmern noch Hoffnung geben!"

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