LR Ragger: Neue Gewaltattacken eines Jugendlichen in Kärnten

Land Kärnten setzt auf wichtige präventive Maßnahmen

Klagenfurt (OTS) - Nach dem gestrigen gewalttätigen Vorfall, wonach ein 15- jähriger Jugendlicher seinen Vater schwer verletzt habe, steht für Kärntens Sozialreferent Landesrat Mag. Christian Ragger fest, dass es schleunigst zu einer Änderung des Kärntner Jugendschutzgesetzes kommen müsse.
"Es darf nicht sein, dass die Jugend zunehmend in Angst vor gewalttätigen Jugendlichen leben muss", so Ragger.

Das Ziel des Landesrates ist es, das Kärntner Jugendschutzgesetz in die richtige Richtung zu ändern. "Kärnten wird künftig den Schwerpunkt auf die Prävention richten und Familien, die Unterstützung benötigen, verstärkt ambulant betreuen. Dies hat den Vorteil, dass Kinder und Jugendliche in ihrem bisherigen familiären Umfeld verbleiben können und nicht mehr in Jugendwohlfahrtseinrichtungen "fremduntergebracht" werden müssen, wo auch wesentlich höhere Kosten als in der ambulanten Betreuung entstehen. Hier wird es eine Umschichtung im Budget geben", berichtet Ragger. Noch heuer wolle Ragger auch einen "Elternführerschein" einführen. Damit können Eltern pädagogische Ausbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen, diese sollten "erziehen lernen", so Ragger. Als finanziellen Anreiz wolle Ragger bis zu 75 Euro für die Absolvierung eines Kurses erstatten.
Weiters werde das Streetworking in ganz Kärnten weiter ausgebaut, um den Zugang zu problematischen Jugendlichen zu ermöglichen. Weiters sei Kärnten Vorreiter im Bereich der Schulsozialarbeiter, die bei Problemen jeder Art helfen, sei es bei Konflikten im Elternhaus, bei Konflikten der Schüler und Schülerinnen untereinander oder bei Schwierigkeiten mit Lehrern. Im Bezirk Wolfsberg startete das erste Projekt.

Dass im Gesetz weitere abschreckende Maßnahmen notwendig seien, zeige die erneute Gewalttat dieses Jugendlichen in Kärnten. "Die Gesellschaft muss beweisen, dass sie ein solches Verhalten massiv missbilligt", betont Ragger. Daher stehe für ihn "gemeinnützige Arbeit" und Führerscheinentzug als Strafe bei gewalttätigen Jugendlichen im Vordergrund.

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