Kärnten: Internationale Aufregung um Baltisch-Adriatische Achse und Koralmbahn

LH Dörfler: Koralmbahn ist Herzstück der Baltisch-Adriatischen Achse - Erfolgreiche Lobbying-Arbeit soll durch aktuelle Diskussion nicht gestört werden.

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die in dieser Woche erneut entbrannte Diskussion und In-Frage-Stellung der Koralmbahn von bundespolitischer Seite aus, habe laut Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf internationaler Ebene für große Aufregung gesorgt. "Koralmbahnpartner in Italien und wichtige Entscheidungsträger in Brüssel sind über die entstandene Diskussion bezüglich Realisierung der Koralmbahn sehr irritiert." Vor allem die Nachbarregionen in Oberitalien würden sich große Sorgen um die Umsetzung dieser wichtigen Verkehrsachse machen. "Die Verantwortungsträger der Baltisch-Adriatischen Achse sehen in der Koralmbahn ein wichtiges Teilstück dieser gesamteuropäischen Verkehrsachse. Sollte nun die Koralmbahn verspätet oder im schlimmsten Fall gar nicht realisiert werden, ist dies auch eine klare Absage für die Baltisch-Adriatische Achse", stellt Dörfler fest.

Derartige Diskussionen rund um die Koralmbahn könnten auch schwerwiegende Auswirkungen auf das europäische Zukunftsinfrastrukturprojekt BATCo (Baltic- Adriatic Transport Cooperation)haben. "Derzeit wird auf europäische Ebene in Brüssel intensives Lobbying für die Baltisch-Adriatische Achse betrieben. Tragen diese Bemühungen Früchte, wird die EU dieses Projekt auch entsprechend finanziell unterstützen", so Dörfler. Wenn nun die verantwortliche Infrastrukturministerin Doris Bures und mit ihr die österreichische Bundesregierung den Bau der Koralmbahn auf Eis legen würden, seien alle Chancen Österreichs, über die Baltisch-Adriatische Achse Fördermittel zu lukrieren, auf sehr lange Zeit, wenn nicht sogar für immer, vertan. "Eine derartige Verkehrspolitik, wie sie derzeit von Entscheidungsträgern auf Bundesebene betrieben wird, macht Österreich zur europäischen Lachnummer im Bereich der Infrastruktur", bewertet Dörfler die aktuelle Situation.

Um der derzeit bestehenden Verunsicherung entgegen zu wirken, fordert der Kärntner Landeshauptmann den Bundeskanzler und die zuständige Bundesministerin erneut auf, umgehend klarzustellen, dass sie zu den Verträgen, die Koralmbahn betreffend stehen, alle schriftlichen Vereinbarungen einhalten und das Projekt ohne Verzögerung umsetzen.

"Ich hoffe, dass sich die Ministerin in Wien dieser Bedeutung und einmaligen Chance Österreichs bewusst ist und im Sinne der Verkehrspolitik Österreichs nun entsprechende Schritte setzt", so Dörfler. Kärnten, Österreich, aber auch der gesamteuropäische Raum würden die Koralmbahn als Herzstück der Baltisch-Adriatischen Achse brauchen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und nicht gegenüber anderen Regionen Europas den "verkehrstechnischen Zug in Richtung Zukunft" zu versäumen.
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