Orthodoxer Bischofsvikar Dura fordert mehr Mut in der Ökumene

Ökumenischer Eröffnungsgottesdienst zur "Langen Nacht der Kirchen"

Wien, 28.05.10 (KAP) Mit einem Appell zu mehr Mut und Freude in der Ökumene hat der Wiener rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura am Freitagabend die "Lange Nacht der Kirchen" eröffnet. Die volle und sichtbare Einheit der Christen sei zwar noch nicht erreicht, "wir leben aber schon in Gemeinschaft", sagte Dura, der dem Wiener Eröffnungsgottesdienst zur "Langen Nacht" in der rumänisch-orthodoxen Pfarrkirche in Simmering vorstand.

Neben Bischofsvikar Dura nahmen an der ökumenischen Vesper der katholische Bischofsvikar Karl Rühringer, der evangelische Bischof Michael Bünker sowie zahlreiche weitere Vertreter christlicher Kirchen in Österreich teil.

Bischofsvikar Rühringer forderte in seiner Predigt alle Christen auf, sich nicht aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzuziehen, sondern sich verstärkt "um das Wohl der Stadt zu bemühen". Gerade in der "Langen Nacht der Kirchen" aber auch darüber hinaus gelte es, "Räume der Begegnung" zu schaffen, "wo jeder willkommen ist, der auf der Suche nach Gott ist". Denn: "Wo Gott ist, da ist Zukunft."

Deutlich wies der Bischofsvikar auch alle fremdenfeindlichen Tendenzen in der Gesellschaft zurück. In der Kirche gebe es keine Ausländer. Das sei allen Kirchen von der Bibel ins Stammbuch geschrieben.

Insgesamt beteiligen sich 744 Kirchen zwischen Bodensee und Neusiedlersee mit mehr als 3.500 Programmangeboten an der "Langen Nacht der Kirchen", die österreichweit zum zweiten Mal stattfindet. Im Bereich der Erzdiözese Wien öffnen die Kirchen bereits zum sechsten Mal ihre Tore. Als weithin hörbares Signal läuteten österreichweit um 17.50 Uhr die Kirchenglocken die "Lange Nacht" ein.

O-Töne von der Eröffnungsvesper in Wien sind in Kürze unter www.katholisch.at/o-toene abrufbar.

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