WKÖ-Hochhauser: Frauen bei Ausbildung, Erwerbstätigkeit und in der Wirtschaft auf dem Vormarsch

Weitere Verbesserungen erfordern vielfältige Maßnahmen, keine Brechstange

Wien (OTS/PWK425) - "Auch wenn noch vieles zu tun bleibt, zeigt
der Frauenbericht, dass sich die Lebenssituation von Frauen in Österreich wesentlich verbessert hat", kommentiert Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) den Frauenbericht, der heute von Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek präsentiert wurde. So haben Frauen in der Ausbildung die Männer bereits überholt. Mehr als die Hälfte aller Studierenden sind Frauen. Auch ist die Beschäftigungsquote der Frauen ist in Österreich stärker gestiegen als jene der Männer und lag 2008 mit 65,8% weit über dem EU-27-Schnitt von 59,1%.

Frauen verzeichnen heute eine geringere Arbeitslosigkeit als Männer. Und sie haben eine um 5,4 Jahre höhere Lebenserwartung als Männer, können aber um 5 Jahre früher in die Regelpension gehen als diese.

"Der Bewusstseinswandel ist im Gang, die verbesserte Ausbildung der Frauen wird sich zeitverzögert auch in den Chefetagen auswirken", ist Hochhauser zuversichtlich. "Frauen sind zwar bei Führungspositionen noch in der Minderheit, doch insgesamt in der Wirtschaft klar auf dem Vormarsch." So stieg der Anteil der Unternehmensgründungen durch Frauen zwischen 1994 und 2009 von 25,9 auf 40,6%. Die "Brechstange" in Form von Quoten sei daher nicht notwendig und selbst diskriminierend, so die Generalsekretärin.

Natürlich bleibt viel zu tun: "Der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen hat viele Ursachen, von der Berufswahl über mangelnde externe Kinderbetreuung, den früheren Pensionsantritt bis hin zu Unterschieden im Verhalten. Entsprechend vielfältig müssen die Maßnahmen sein, um Verbesserungen zu erzielen", betont Hochhauser. So müsse Österreich das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen ausbauen, um Müttern und Vätern die Wahlfreiheit zu geben. Die Öffnungszeiten müssen sich dabei vor allem an den Bedürfnissen der berufstätigen Frauen orientieren.

Auch verändern sich Rollenbilder nur langsam: So dominieren Männer immer noch in den technischen und einkommensstärkeren Berufen. "Wir müssen daher Mädchen und Burschen zur untypischen Berufswahl ermutigen, dürfen aber niemanden gegen seine Neigung zwangsbeglücken", fordert Hochhauser. (SR)

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