Industrie für leistbare und erwerbsfreundliche Kinderbetreuungseinrichtungen

IV-GS Beyrer: Statt Reglementierungen massiven Bewusstseinswandel vorantreiben - Gleichstellung gesellschaftspolitisch und ökonomisch zentral

Wien (OTS/PdI) - Die Industrie spricht sich anlässlich des Frauenberichts 2010 für die dringend erforderliche Schaffung leistbarer und erwerbsfreundlicher Kinderbetreuungseinrichtungen sowie einen Wertewandel in der österreichischen Gesellschaft aus. "Die gesetzliche Einführung von Frauenquoten für Aufsichtsratspositionen ist aber aus unserer Sicht weiterhin abzulehnen", sagte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Freitag. Es gelte, Maßnahmen zu wählen, die die Entwicklung in Unternehmen vorantreiben, und nicht Reglementierungen zu schaffen, die diese bremsen und damit möglicherweise Arbeitsplätze kosten". Die Industrie sei im Bereich Frauenförderung bereits intensiv aktiv und habe gemeinsam mit dem BMWFJ und der WKÖ "Zukunft.Frauen" - Das Führungskräfteprogramm ins Leben gerufen (siehe www.zukunft-frauen.at).

"Die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind sowohl aus gesellschaftspolitischer als auch aus ökonomischer Perspektive von großer Bedeutung für den Standort Österreich. Gleichstellung und Vereinbarkeit sind Grundrechte und helfen darüber hinaus, den demografischen Wandel und damit die Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt zu bewältigen", betonte Beyrer. Aus wirtschaftspolitischer Sicht wäre es, keineswegs nur jetzt in einer angespannten Arbeitsmarktsituation, kurzsichtig, das ökonomische Potenzial von Frauen weiter ungenutzt zu lassen. Aus Sicht der Industrie gebe es mit der a-typischen Ausbildungs- und Berufswahl, der verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Forcierung von mehr Frauen in Führungspositionen drei Schlüsselhandlungsfelder für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt. "Diese drei Hebel tragen wesentlich zu besseren Chancen am Arbeitsmarkt für Frauen und einer Beseitigung von Einkommensunterschieden bei", erklärte Beyrer.

Der aktuelle Frauenbericht stelle eine hilfreiche Zusammenstellung der Situation der Frauen in Österreich dar und verdeutliche, "wo wir in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Gleichstellung der Geschlechter stehen. Insbesondere sind in Österreich traditionelle Gesellschaftsmuster immer noch besonders ausgeprägt. Wir brauchen daher einen weitreichenden und längerfristigen Bewusstseinsbildungsprozess zum Thema Rollenbilder", betonte der IV-Generalsekretär.

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