NÖ Hilfswerk entlastet die Gemeinden

Hilfswerk Präsident Strasser: Mit unseren Betreuungsangeboten leisten wir einen wichtigen Beitrag zur sozialen Modellregion

St. Pölten (OTS) - Als langjähriger Partner stärkt das NÖ Hilfswerk das soziale Netz der Gemeinden in NÖ und unterstützt damit NÖ auf seinem Weg zur sozialen Modellregion. "Neben unseren fachlichen Angeboten in den Bereichen Pflege und Betreuung, Ehrenamt und Kinderbetreuung möchten wir mit kostengünstigen sozialen Dienstleistungen die Gemeinden in ihrer aktuellen finanziellen Situation unterstützen", so NÖ Hilfswerk Präsident Dr. Ernst Strasser anlässlich der heutigen Pressekonferenz vor der Generalversammlung des NÖ Hilfswerks.

Im Kinderbetreuungsbereich tragen die Gemeinden den Hauptanteil an den Kosten. Ein unverzichtbarer Teil der Kinderbetreuungslandschaft in NÖ sind die Tagesmütter. Trotz der individuellen und familienähnlichen Betreuung sprechen gerade die niedrigen Kosten für die Tagesmutterbetreuung. Ein Kindergartenplatz in NÖ kostet durchschnittlich zwischen 7.000 und 7.500 Euro - ein Platz bei einer Tagesmutter des NÖ Hilfswerks hingegen um rund 30 % weniger. Auch die Errichtungs- und Erhaltungskosten für bspw. eine zusätzliche Gruppe sind um ein Vielfaches höher, als bei der Betreuung durch Tagesmütter. "Dadurch können die Gemeinden deutlich entlastet werden und schneller auf neue Herausforderungen reagieren", meint Ernst Strasser.

Ähnlich ist die Situation im Bereich Pflege und Betreuung. Durch Angebote wie betreutes Wohnen und mobile Betreuung können die Menschen länger in den eigenen vier Wänden leben. Und die Kosten sprechen eine klare Sprache: Für einen Platz im Pflegeheim können fünf Plätze in einer Einrichtung für betreutes Wohnen zur Verfügung gestellt und zehn Personen mobil betreut werden. Für 500 zusätzliche Betten in einem Pflegeheim können rund 5.000 Plätze in der Mobilen Betreuung geschaffen werden.

Neues Präsidium steckt sich herausfordernde Ziele für die nächsten Jahre

Bei der heutigen Generalversammlung im Stift Melk wird das Präsidium des NÖ Hilfswerks neu gewählt. Dr. Ernst Strasser kandidiert für weitere drei Jahre als Präsident der größten Sozialorganisation Niederösterreichs. "Die gesellschaftlichen Entwicklungen zeigen, dass Familien in Zukunft noch mehr Unterstützung durch Organisationen wie das NÖ Hilfswerk brauchen. Dafür sind wir gerüstet und daran werden wir in den nächsten Jahren intensiv weiter arbeiten", so Strasser. "Der Ausbau von leistbaren und flexiblen Betreuungsangeboten in der mobilen Pflege und Therapie, die Übernahme von sozialen Angeboten in den Gemeinden, eine bessere Unterstützung der Ehrenamtlichen und vielfältige innovative Angebote in der Kinderbetreuung sind jene Bereiche für die wir uns in Zukunft besonders einsetzen werden". Ein neues Finanzierungsmodell für die Pflege, mehr Beratung und Hilfe für pflegende Angehörige und der Ausbau der Schulsozialarbeit sind weitere Schwerpunkte der nächsten Jahre. Neben Ernst Strasser, seit 1998 Präsident des NÖ Hilfswerks, kandidieren auch Finanzreferent Dkfm. Peter Püspök und Schriftführerin BR Martina Diesner-Wais für weitere drei Jahre.

Das NÖ Hilfswerk

Mit 4.500 MitarbeiterInnen ist das NÖ Hilfswerk der größte soziale Dienstleister und damit ein wichtiger regionaler Arbeitgeber in NÖ. 22.000 Menschen werden pro Monat in den Bereichen Pflege, Kinderbetreuung, Lernbegleitung und Familienberatung unterstützt. 2.800 Ehrenamtliche und FunktionärInnen sind das ganze Jahr in Niederösterreich im Einsatz. Sie bringen Essen auf Rädern in tausende Haushalte, sind im Besuchsdienst aktiv oder engagieren sich in einem der 67 örtlichen Hilfswerkvereine. Insgesamt haben diese Menschen im Vorjahr über 150.000 Stunden an unentgeltlicher Arbeit geleistet. Der Umsatz des NÖ Hilfswerks lag 2009 bei knapp 92 Mio. Euro.

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