Bundesinnung Bau präsentiert Agenda "2010 - 2015"

Bundesinnungsmeister Ing. Hans-Werner Frömmel wiedergewählt; Ziele und Forderungen der Bundesinnung Bau

Wien (OTS/PWK422) - Nach seiner gestrigen Wiederwahl zum Bundesinnungsmeister präsentierte Ing. Hans-Werner Frömmel heute auf einer Pressekonferenz die "Agenda 2010 - 2015" - Ziele und Schwerpunkte der Bundesinnung Bau für die zweite Amtsperiode (auf www.bau.or.at abrufbar). Einen Eckpfeiler dieser umfassenden Themenpalette bildet die Finanzpolitik. In Österreich liegen rund 450 Mrd. Euro an Privatkapital auf Sparbüchern. Diese könnten ganz einfach für Investitionen in Bauprojekte mobilisiert werden. Vorschläge dazu sind verkürzte Abschreibungszeiten bei Stadterneuerungsmodellen, Handwerkerbonus, ein reduzierter Mehrwertsteuersatz für arbeitsintensive Baudienstleistungen und die Förderung privater Vorsorgemodelle (z.B. die Finanzierung von altersgerechtem Wohnen).

Dazu Frömmel: "Wir müssen die privaten Auftraggeber motivieren, in bleibende Werte und damit sichere Veranlagungen zu investieren. Hierzu sind vor allem fiskalische Anreize notwendig. Damit lukriert der Staat ein Vielfaches an Steuern sowie Abgaben und sichert Arbeitsplätze."

"Ankurbeln" statt "Kaputtsparen"

Frömmel betont die Wichtigkeit der öffentlichen Hand zur Bewältigung der kritischen Konjunkturlage: "Der Grundtenor darf jetzt nicht ?Kaputtsparen? lauten sondern man sollte durch Investitionen die Konjunktur ankurbeln. Dazu gehört vor allem die Beauftragung der vorgesehenen Projekte bei der Bundesimmobiliengesellschaft, der ASFINAG und der ÖBB."

Sorgenkind bleibt der Neubau. Angesichts des dramatischen Einbruchs der Wohnbaubewilligungen auf 34.000 neue Einheiten fordert die Bundesinnung Bau u.a. eine Wiedereinführung der Zweckbindung der Wohnbauförderung, keine Kürzung der Neubauförderung aufgrund der notwendigen thermischen Sanierungen und eine Verbesserung der Bankbedingungen für Projektfinanzierungen.

Weiterer Rückgang der Baukonjunktur

Frömmel nützt die Pressekonferenz, um auf die aktuelle Konjunkturlage der Bauwirtschaft einzugehen. Nach mehreren Jahren steigenden Wachstums ging die Bauproduktion 2009 nominell um 4,2% zurück (Statistik Austria). Für 2010 prognostizieren die Wirtschaftsforscher einen weiteren Rückgang der Baukonjunktur um 1%.

Auftraggeberhaftung für Lohnsteuer

Zum Vorschlag des Finanzministers, die bestehende Auftraggeberhaftung für Sozialversicherungsbeiträge auch auf die Lohnsteuer auszudehnen, versichert Frömmel Kooperationsbereitschaft hinsichtlich Maßnahmen zur Bekämpfung der Abgabenhinterziehung durch unseriöse Firmen. Ein detailliertes Konzept des Finanzministeriums sei jedoch noch nicht bekannt. Grundsätzlich dürften die Maßnahmen zu keinen weiteren bürokratischen und verwaltungstechnischen Belastungen sowie Entzug von Liquidität in den Betrieben führen.

Mindestens genauso wichtig wäre es aus Sicht des Bundesinnungsmeisters, von Seiten der Finanz effizientere Schritte und Kontrollen gegen den organisierten privaten Pfusch zu setzen.

Baumeisterkampagne

Abschließend präsentiert Frömmel die neueste Werbekampagne der Bundesinnung Bau. Um den Baumeister als den zentralen Ansprechpartner zu positionieren, der er ist, startete Mitte März die Baumeisterkampagne. Aufgrund der Befähigungsprüfung ist der Baumeister imstande, ein Bauprojekt komplett - von der Planung bis zur Schlüsselübergabe - aus einer Hand abzuwickeln. Das soll die neueste Initiative kommunizieren. Als Dachkampagne umfasst sie die bereits bestehenden Kampagnen "Bau Deine Zukunft", "BAUfair!", und "Bau!Massiv!". Das Konzept und die Strategie hierfür stammen von der Partneragentur Unique. Die Umsetzung geschieht im Haus durch die eigens dafür eingerichtete Marketingstelle. Diese wird durch den neu installierten Pressereferenten der Geschäftsstelle Bau besetzt. (us)

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Mag. Paul Grohmann
Pressereferent Geschäftsstelle Bau
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www.deinbaumeister.at (neu)
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