SoHo: In 159 Ländern Menschenrechtsverletzungen

Traschkowitsch: Amnestybericht zeigt unvorstellbare Missstände auf

Wien (OTS/SK) - "Der gestern präsentierte Amnesty International Report 2010 zeigt Menschenrechtsverletzungen in 159 Ländern auf. Und er zeigt auch auf, dass in vielen Regionen schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen an Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgenderpersonen nach wie vor an der Tagesordnung sind", so Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) am Freitag. "Im Nahen Osten, in Afrika und Südamerika hat sich nichts geändert - die Rechte sexueller Minderheiten werden weiterhin mit Füssen getreten. Menschenrechtsverteidiger werden schikaniert, eingeschüchtert und mit Haft bedroht. In vielen Staaten werden neue Gesetze diskutiert, die Homosexualität kriminalisieren. Nach wie vor wird Lesbisch- oder Schwulsein mit der Todesstrafe bedroht bzw. an Lesben und Schwulen die Todestrafe exekutiert. Das ist die traurige Realität, der wir uns aber stellen müssen", so Peter Traschkowitsch weiter. ****

"Auf EU-Ebene sollte daher dringend überlegt werden, wie hier künftig gehandelt werden kann. Zu überlegen wäre die Ausarbeitung eines eigenen Hilfsprogramms auf europäischer Ebene mit Beratungsstellen in den einzelnen Mitgliedsstaaten.
Einige EU-Mitglieder, wie etwa Polen und Litauen, müssen aber auch selbst daran arbeiten, dass der Homophobie Einhalt geboten wird. Ich hoffe in diesem Zusammenhang sehr, dass die heurige Europride in Polen ohne Zwischenfälle abläuft und die Behörden für die Sicherheit der TeilnehmerInnen garantieren.
Und ich würde mir auch wünschen, dass Deutschland endlich seinen Widerstand gegen die neue Anti-Diskriminierungs-Richtlinie aufgibt, die den Schutz vor Diskriminierung außerhalb des Arbeitslebens aus Gründen des Alter, einer Behinderung, der sexuellen Orientierung und der Religion bzw. der Weltanschauung vorsieht", so Peter Traschkowitsch abschließend. (Schluss) ab

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