Zentralbanken nach der Krise: Aufgaben, Strategien, Instrumente

38. Volkswirtschaftliche Tagung der OeNB, 31. Mai und 1. Juni 2010

Wien (OTS) - Zentralbanken haben bei der Bekämpfung der Finanz-
und Wirtschaftskrise während der letzten drei Jahre weltweit eine Schlüsselrolle eingenommen. Die Krise hat das Verständnis über die Bedeutung und die Aufgaben von Zentralbanken, aber auch über ihre Strategien und Instrumente deutlich und dauerhaft verändert. Die 39. Volkswirtschaftliche Tagung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zum Thema "Zentralbanken nach der Krise: Aufgaben, Strategien, Instrumente" zieht erste Lehren aus der Krise für die Zentralbankpolitik der Zukunft.

Auch heuer bringt die Konferenz hochkarätige nationale und internationale Experten und Praktiker aus Politik, Wirtschaft und Finanzwesen sowie der Wissenschaft zusammen. Nach Eröffnungsworten durch Gouverneur Ewald Nowotny wird Bundeskanzler Werner Faymann am Morgen des 31. Mai kommende Herausforderungen nach der Krise erörtern. Mit Spannung wird auch der anschließende Vortrag von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zur aktuellen Geldpolitik erwartet. Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll wird am Abend des 31. Mai beim Kamingespräch in lockerer Atmosphäre seine Einschätzung zur aktuellen Wirtschafts- und Budgetpolitik abgeben.

"Wie wirken sich Finanz- und Wirtschaftskrisen auf die Zentralbankunabhängigkeit aus?" Diese Frage beantwortet der renommierte U.S.-Wirtschaftshistoriker Michael Bordo (Rutgers University) am Vormittag des 31. Mai. Ob die Zielsetzungen der Geldwertstabilität und der Finanzmarktstabilität einander ergänzen oder auch in Widerspruch geraten können, erörtern Martin Cihak (Internationaler Währungsfonds) und Petra Geraats (University of Cambridge). Dietrich Domanski (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) und Stefan Gerlach (Universität Frankfurt) gehen auf die Folgen der Krise für die geldpolitischen Strategien und Instrumente von Zentralbanken ein. Die außergewöhnlichen geldpolitischen Maßnahmen bedeuten auch für die Bilanz und die Ertragsentwicklung der Zentralbanken erhöhte Risiken, wie Wolfgang Münchau (Financial Times) und Anne C. Sibert (University of London) diskutieren werden.

Der zweite Tag steht ganz im Zeichen neuer finanzmarktpolitischer Fragen, die durch die Krise aufgeworfen wurden. Zunächst erläutern Giovanni Carosio (Banca d'Italia) und Elena Carletti (European University Institute, Florenz) Herausforderungen, die sich bei der Umsetzung der neu eingerichteten europäischen Makro-Finanzmarktaufsicht stellen. Zum Abschluss widmen sich Urs Bichler (Universität Zürich) sowie Alessandro Profumo, (UniCredit Group) der Frage, wie mit sehr großen Finanzinstituten in einer Krise bestmöglich zu verfahren ist.

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