Berlakovich: "Österreich baut nachhaltig"

Die Sieger des Staatspreises für Architektur und Nachhaltigkeit 2010 stehen fest

Wien (OTS) - Umweltminister Niki Berlakovich ehrte am Donnerstagabend die Gewinner des Österreichischen Staatspreises für Architektur und Nachhaltigkeit: "Nachhaltig Bauen ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Energieautarkie. Österreich zeigt mit den Siegerprojekten einmal mehr, wohin es in Zukunft gehen wird:
Die großartigen Beispiele im Wettbewerb machen deutlich, dass das Thema an Attraktivität gewinnt und Bauschaffende zunehmend anregt neue Standards zu setzen." Die diesjährigen Preisträger sind das Gemeindezentrum St. Gerold (Vorarlberg), die Passivwohnanlage Samer Mösl (Salzburg), die Elementfertigungshalle Obermayr (Oberösterreich) und die Passivhaus-Volksschule Mauth (Oberösterreich). Der vom Lebensministerium initiierte Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit wurde heuer zum zweiten Mal im Rahmen einer feierlichen Galaveranstaltung in der Otto-Wagner Postsparkasse vergeben. Er zeichnet hervorragende Projekte aus, die anspruchsvolle Architektur und ressourcenschonende Bauweise kombinieren.

Die Preisträger im Detail

Die kleine Gemeinde St. Gerold in Vorarlberg hat hohe Ansprüche an Ökologie und Nachhaltigkeit, die Architekten einen sehr emotionalen Zugang zur Baukultur. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Gemeindezentrum markiert nun den bisher fehlenden Ortseingang und ist ein konsequentes Beispiel für Architektur gewordene Nachhaltigkeit. Nicht nur Gebäude für den öffentlichen Bereich, sondern auch soziale Wohnanlagen bestechen - das beweist die Passivwohnanlage Samer Mösl in Salzburg. Dieses Projekt setzt Meilensteine für zukünftige Wohnbauten und beeindruckte die Jury mit vielfältigen Qualitätsmerkmalen, insbesondere soziale Leistung des Gebäudes und Wirtschaftlichkeit spielten eine große Rolle.

Der dritte Preisträger, die Elementfertigungshalle der Firma Obermayr Holzkonstruktionen, ist schlicht und einfach ansprechend und energieeffizient. Die 3.500 m2 Fertigungshalle schafft einen neuen Standard in der Industriebranche. Die Halle kann dank Bauweise und Dämmung nicht nur auf Heizung verzichten, sie ist auch komplett ökologisch abbaubar, sollte sie eines Tages keine Verwendung mehr haben. Ein weiteres oberösterreichisches Projekt gewinnt den Staatspreis: Die Passivhaus-Volksschule Mauth in Wels. Hier wurde soziale, ökologische und pädagogische Verantwortung auf höchster architektonischer Ebene umgesetzt.

Mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde das Forschungs- und Dienstleistungsgebäude HIT der ETH in Zürich. Es ist ein Beispiel für den Export von Know-how aus Österreich ins nahe Ausland und zeigt, wie nachhaltige Architektur den Energiebedarf eines Gebäudes massiv reduzieren kann.

Nachhaltigkeit wird wichtiger

Der Staatspreisbeauftragte des Lebensministeriums, Architektur-Professor Roland Gnaiger von der Kunstuniversität Linz, leitete wie bereits 2006 die Fachjury. Eine Auszeichnung erhielten nur jene Projekte, die einerseits hohe architektonische Qualität bieten und andererseits Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. "Der Gegensatz zwischen Architektur und Nachhaltigkeit wird durch den Staatspreis nicht nur schon im Titel ausgeglichen. Die Siegerprojekte beweisen eindeutig, dass sich die beiden Begriffe gegenseitig befruchten und Nachhaltigkeit im Bereich Kunst und Kultur Eingang erhält", erklärte Roland Gnaiger.

Die Organisation und Abwicklung des Staatspreises für Architektur und Nachhaltigkeit lag bei der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT). Die fachliche Vorbewertung der eingereichten Projekte führten die Kunstuniversität Linz im Bereich Architekturkonzepte, sowie das Ökologieinstitut nach den Kriterien des klima:aktiv Gebäudestandards durch. Die Aussenwirtschaft Österreich (AWO), proHolz Austria, Quester sowie Raiffeisen Bausparkasse und der Fachverband Steine-Keramik der WKO unterstützten den Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit als Sponsoren. Gastgeber der Verleihung war die BAWAG P.S.K.

Umweltminister Niki Berlakovich zeigte sich bei der Verleihung begeistert über die Qualität der Projekte: "Die Staatspreisträger zeigen, dass nachhaltige Architektur ein Konzept für die Zukunft ist. Die eingereichten Projekte orientieren sich stark an den Gebäudestandards der Klimaschutzinitiative klima:aktiv. Es zeigt sich, dass klima:aktives Bauen in der Praxis angekommen ist." Das ist mit Blickrichtung auf die ambitionierten Ziele der österreichischen Energiestrategie und der EU-Gebäuderichtlinie, die ab 2020 "Fastnullenergiehäuser" als Baustandard vorgibt, wichtig.

Weitere Informationen auf www.staatspreis.klimaaktiv.at

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