Mölzer: Auch EU-Netto-Nehmer müssen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten

Nettozahler wie Österreich und Deutschland haben sparsam gewirtschaftet und werden nun abermals zur Kasse gebeten - EU-Förderungen und Briten-Rabatt sind zu hinterfragen

Wien (OTS) - Es sei klug und richtig, wenn nun angesichts der Schuldenkrise EU-Mitglieder wie Spanien, Großbritannien oder Italien Sparpakete zur Sanierung ihrer Haushalte beschließen, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Allerdings dürfen diese notwendigen Maßnahmen nicht den Blick auf die Tatsache verstellen, daß die Krise in der Euro-Zone durch die fehlende Budgetdisziplin von Staaten wie Griechenland, Spanien oder Portugal verursacht worden ist", so Mölzer weiter.

Dabei wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, daß die Schulden- und Euro-Krise ohne den gewaltigen finanziellen Beitrag der Nettozahler wahrscheinlich schon viel früher ausgebrochen wäre. "Österreicher und Deutsche haben sparsam und ordentlich gewirtschaftet und Nettobeiträge in Milliardenhöhe an Brüssel abgeliefert, während andere in grob fahrlässiger Weise die Zügel schleifen ließen. Und als Lohn werden nun Deutschland und Österreich bei den Rettungspaketen für Griechenland und den Euro abermals ordentlich zur Kasse gebeten", kritisierte Mölzer.

Daher sei es nur gerecht und billig, wenn nun auch die Netto-Nehmer einen angemessenen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten, forderte der freiheitliche Europa-Abgeordnete. "Die reichlich fließenden Förderungen, die überwiegend von den Nettozahlern finanziert werden, sind auf ihre Sinnhaftigkeit ebenso zu überprüfen wie der Briten-Rabatt. Denn die vielgepriesene europäische Solidarität kann nicht darin bestehen, daß die einen nur geben und die anderen nur geben", schloß Mölzer.

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