SPÖ Obex-Mischitz: Prävention statt Führerscheinentzug

Strafen schützen nicht davor Prügeleien unter Jugendlichen zu verhindern, vielmehr muss vorgesorgt werden, indem Beratungsstellen geschaffen werden.

Klagenfurt (OTS) - "Dass drastische Schnellschüsse, wie Raggers Vorschlag, Jugendlichen Schlägern den Führerschein zu entziehen, nicht als pädagogische Mittel taugen, ist hinlänglich bekannt. Vor allem ein Sozialreferente sollte dies wissen", erteilt SPÖ-Sozialsprecherin LAbg. Ines Obex-Mischitz, im Namen der SPÖ Kärnten, Raggers Plan eine Abfuhr.

Verhaltensauffälligkeit muss natürlich seine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen, wie es der Gesetzgeber vorsieht. "Die einzige wirksame Maßnahme ist die Prävention. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Bedarf steigt massiv an. Da ist es beispielsweise auch kontraproduktiv, wenn die FPK-ÖVP-Koalition, wie heute im Landtag, die Verschlechterung der sonderpädagogischen Betreuung in Schulen beschließt", kritisiert Obex-Mischitz weiter. Die präventive Arbeit muss ausgebaut werden, mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und das Forcieren der Mutter- bzw. Elternberatung sind unabdingbar.

Obex-Mischitz weist auch auf den unglaublichen Verwaltungsaufwand und die damit verbundenen Kosten hin, die bei der Realisierung von Raggers Plan auf uns zukommen würden. "Wie und vor allem wer soll das Ganze kontrollieren? Will Ragger selbst den Jugendlichen vor Diskos und bei Zeltfesten auflauern", schließt Obex-Mischitz.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Kärnten
Klagenfurt

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS90004