Benedikt XVI. fordert offenen Umgang mit Missbrauchsskandal

Nicht nur Vergebung, sondern auch Gerechtigkeit notwendig

Vatikanstadt, 27.05.10 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat die italienischen Bischöfe zu einer geistlichen Erneuerung und einem offenen Umgang mit Missbrauchsfällen in der Kirche aufgerufen. Ein neues Zeitalter der Evangelisierung dürfe die Wunden, von denen die Kirche durch Schwäche und Sünde einiger ihrer Mitglieder gezeichnet sei, nicht verbergen, sagte der Papst am Donnerstag vor italienischen Bischöfen im Vatikan. Über diesem "demütigen und schmerzhaften" Eingeständnis dürfe jedoch nicht der unermüdliche Einsatz von zahlreichen Gläubigen und Priestern vergessen werden.

Der Papst erklärte, die Kirche müsse wieder lernen, Buße zu zeigen sowie zu akzeptieren, dass sie der Reinigung bedürfe. Zudem gelte es einzusehen, dass nicht nur Vergebung, sondern auch Gerechtigkeit notwendig sei.

Benedikt XVI. würdigte auch die verstärkten Bemühungen der italienischen Bischöfe um Bildung und Erziehung. Auch in Italien gebe es Anzeichen für eine "kulturelle Krise", sagte der Papst. Als Beispiele nannte er eine "Unsicherheit" angesichts moralischer Werte sowie die Schwierigkeiten vieler Erwachsener, ihren Verpflichtungen in der Erziehung nachzukommen. Diese kulturelle Krise wiege ebenso schwer wie die wirtschaftliche.

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