Marek: Die gegenwärtige Krise verlangt globale Lösungen

Staatssekretärin Marek bei OECD-Ministertreffen in Paris

Paris (OTS/BMWFJ) - "Die aktuelle Krise hat einmal mehr gezeigt, dass wir global umfassende Lösungen für anstehende Probleme benötigen. Dies betrifft auch länderübergreifende Spielregeln für den Finanzsektor", betonte Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, heute, Donnerstag, im Rahmen des OECD-Ministertreffens in Paris, bei dem sie auch mit Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi zusammentrifft, der den Vorsitz über die Konferenz inne hat. Österreich begrüße eine aktive und substanzielle Teilnahme der Gruppe der aufstrebenden Partnerländer - Brasilien, Indien, China, Südafrika und Indonesien -, so die Staatssekretärin weiter, weil neue Perspektiven aus der Sichtweise sich rasch entwickelnder Volkswirtschaften zweifellos auch für die OECD einen Mehrwert bedeuten.

Marek wies auf die wachsende Bedeutung der aufbrechenden Volkswirtschaften für internationale Kapitalflüsse einerseits und auf unproduktiven Wettlauf um Regulierungen des Finanzsektors andererseits hin. Entwicklungsländer und die Industrieländer sollten eine grundsätzliche Einigung auf die wichtigsten Reformlinien finden. "Wir müssen uns alle einbringen, wenn wir Dialog und Kooperation vertiefen wollen. Wir wollen die Möglichkeiten und Notwendigkeiten dazu kennenlernen. Die Entwicklungsländer sind daher eingeladen, ihre Sichtweise aktiv in die Arbeit der OECD einzubringen", betonten Marek abschließend.

Thema der OECD-Ministerkonferenz

Themenschwerpunkt des Treffens ist die Zusammenarbeit zwischen den etablierten OECD-Staaten und den wichtigsten Entwicklungsländern. Die OECD hat vor drei Jahren das so genannte "Enhanced Engagement (EE)"-Projekt gestartet, eine verstärkte Zusammenarbeit mit den bereits genannten Ländern. Österreich ist dem verstärkten Engagement der EE-Länder gegenüber aufgeschlossen. Es muss jedoch sichergestellt sein, dass es sich dabei um einen Prozess handelt, der von beiden Seiten ausgeht.

Aktuelle OECD-Prognose für Österreich

Laut aktueller OECD-Prognose liegt das BIP-Wachstum in Österreich heuer bei 1,4 Prozent sowie 2011 bei 2,3 Prozent. Bei den Exporten soll es laut OECD im Jahr 2010 eine Steigerung um vier Prozent und 2011 um 7,7 Prozent geben. Der Inlandskonsum soll 2010 um 1,1 Prozent und 2011 um 1,6 Prozent steigen.

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