Ökostrom-Hearing bei Bundesminister Reinhold Mitterlehner

Kopetz: Keine Schubumkehr für Erneuerbare! 180 PJ erneuerbare Energie bis 2020 möglich - vorgesehen sind nur 70 PJ

Wien (OTS) - "Der Österreichische Biomasse-Verband wertet die Gesprächssignale von Bundesminister Reinhold Mitterlehner beim gestrigen Ökostromtag im Wirtschaftsministerium als grundsätzlich positiv. Jedoch wurde darauf hingewiesen, dass die erneuerbaren Energieträger bis 2020 zweieinhalb Mal mehr Energie liefern können als in der Energiestrategie vorgesehen", erklärte der Vorsitzende des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Heinz Kopetz, in einer Aussendung. So stieg der Beitrag der erneuerbaren Energien am Energieaufkommen von 2005 bis 2008 jährlich um mehr als 14 PJ, laut Energiestrategie soll der Anstieg bis 2020 jedoch weniger als 6 PJ pro Jahr betragen - das würde einen negativen Trendbruch bedeuten. Um die positiven Effekte des Ausbaus der Erneuerbaren - Green Jobs, Devisenersparnisse, Versorgungssicherheit und CO2-Einsparung - voll zu nutzen, darf es zu keiner Schubumkehr bei deren Entwicklung kommen", appellierte Kopetz an den zuständigen Ressortminister.

Scheiber: Energiesparen & Ausbau der Erneuerbaren

Um das Ziel - 34 % Erneuerbare bis 2020 - auch tatsächlich umzusetzen, ist eine Doppelstrategie notwendig. Einerseits die Einsparung von Energie, wie in der Energiestrategie mit dem Stabilisieren des Gesamtenergieverbrauchs auf dem Niveau von 2005 vorgesehen, und andererseits der Ausbau aller erneuerbaren Energiequellen. "Hier nur die Potenziale auf der Einsparungsseite zu nutzen, wäre ein fataler Rückschritt. Fliegt man eine zweistrahlige Verkehrsmaschine mit nur einem Triebwerk, ist die Gefahr eines Absturzes groß", warnt Ernst Scheiber vor den Gefahren einer einseitigen Energiestrategie. "Wir dürfen uns mit einer ausschließlichen Sparoffensive die Zukunft in der Energie und Umweltpolitik nicht verbauen."

"Der Ökostromtag war von konstruktiven Gesprächen und Diskussionen über die Anforderungen an ein neues Ökostromgesetz geprägt. Wir hoffen, dass wir dem Wirtschaftsminister die angespannte Lage der im erneuerbaren Energien-Sektor tätigen Unternehmen vor Augen führen konnten. Das Angebot, die Interessensvertretungen der Erneuerbaren aktiv bei der Gestaltung eines neuen Ökostromgesetzes einzubinden, werden wir dankend annehmen", resümiert Kopetz.

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