Tumpel fordert von der Telekom Zurückhaltung bei den Ausschüttungen

Telekom Austria plant hohe Dividendenzahlung, aber Einsparungen beim Personal

Wien (OTS) - Bei der Telekom Austria AG stehen - wie schon im Vorjahr - wieder hohe Ausschüttungen an die Aktionäre auf der Agenda. In der heutigen Hauptversammlung soll eine Dividendenzahlung für das Jahr 2009 in der Höhe von rund 330 Mio. Euro (75 Cent pro Aktie) beschlossen werden. Dem steht laut Gewinn- und Verlustrechnung allerdings nur ein Konzerngewinn von 95 Mio. Euro gegenüber. Berücksichtigt man noch die Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen, die direkt im Eigenkapital vorgenommen werden, rutscht die Telekom Austria im Jahr 2009 sogar in die roten Zahlen. Demnach muss das Unternehmen einen tatsächlichen Konzernverlust von fast 250 Mio. Euro hinnehmen. Die mäßigen Konzernergebnisse der letzten beiden Jahre gepaart mit hohen Ausschüttungen haben dazu geführt, dass die Eigenkapitalquote heuer auf rund 20 Prozent gesunken ist: Und: Die Einsparungen beim Personal werden weitergehen. "Beim Personal sparen und Eigenkapitalreserven anzuknabbern, um hohe Ausschüttungen durchführen zu können, ist untragbar", sagt AK-Präsident Herbert Tumpel. Gerade für die notwendigen massiven Investitionen in moderne Glasfaserinfrastruktur in den nächsten Jahren und damit für die Sicherung und den Erhalt von Arbeitsplätzen ist ein Belassen des erwirtschafteten Kapitals im Unternehmen unumgänglich. "Einbehaltene Gewinne steigern nachhaltig den Unternehmenswert. Das ist auch für Aktionäre kein Nachteil", appelliert Tumpel.

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