PA Vbgm Ludwig: "Interkulturelles Wohnen" am Nordbahnhof

Die Siegerprojekte des Bauträgerwettbewerbs mit insgesamt rund 650 neuen geförderten Wohnungen

Wien (OTS) - Mit seinen insgesamt 75 ha Fläche zählt der Nordbahnhof zu den bedeutendsten innerstädtischen Entwicklungszonen Wiens. Bis 2025 wird dort in mehreren Etappen ein neuer Stadtteil entstehen, der rund 10.000 Wohnungen für 20.000 BewohnerInnen und 10.000 Arbeitsplätze bieten wird. Thema des kürzlich abgeschlossenen zweite Bauträgerwettbewerbs für einen Teilbereich des Nordbahnhofgeländes rund um den Rudolf-Bednar-Park war "Interkulturelles Wohnen". Im Mittelpunkt dabei standen innovative Ideen im Bereich des Wohnens, die eine gute Nachbarschaft und ein lebendiges Miteinander von einheimischen und "neuen" Wienerinnen und Wienern fördern.
Heute, Donnerstag, präsentierte Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig die Siegerprojekte des Bauträgerwettbewerbs. *****

Im März 2008 wurde das erste Bauträgerauswahlverfahren zum Thema "Junges und kostengünstiges Wohnen" für das Betriebsgelände der "Alten Busgarage" am Nordbahnhof abgeschlossen. Der Großteil der rund 870 Wohnungen wird bereits im kommenden Jahr bezugsfertig sein. Die Gesamtbaukosten für alle Projekte des 1. Bauträgerwettbewerbs betragen rund 95,3 Mio. Euro, die Fördermittel der Stadt rund 30 Mio. Euro.

Das zweite, kürzlich abgeschlossene, Bauträgerauswahlverfahren für einen weiteren Teilbereich des Nordbahnhofs - er umfasst sechs Bauplätze mit insgesamt 23.597 m2 Fläche - war dem Thema "Interkulturelles Wohnen" gewidmet.

"In Wien haben - im Gegensatz zu anderen Metropolen - alle Bevölkerungsgruppen Zugang zu qualitätsvollen und erschwinglichen Wohnungen. Damit trägt der geförderte Wiener Wohnbau nicht nur maßgeblich zur ausgezeichneten Lebensqualität, sondern auch zum friedlichen Zusammenleben in unserer Stadt bei. Schon in den vergangenen Jahren wurden mit Unterstützung von Wohnbauförderungsmitteln sehr erfolgreich interkulturelle Wohnprojekte, wie etwa das ,Wohnmodell Interethnische Nachbarschaft' in der Liesinger Anton-Baumgartner-Straße, realisiert. Ziel des 2. Bauträgerwettbewerbs am Nordbahnhof war es, diese Modelle weiterzuentwickeln und innovative Ideen in die Praxis umzusetzen, die das Zusammenleben von Wienerinnen und Wiener unterschiedlicher Herkunft stärken", erklärte Vizebürgermeister Michael Ludwig. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den Zusammenhang zwischen baulichen und sozialorganisatorischen Konzepten - beginnend bei der Planungskonzeption bis hin zur Betreuung der Wohnanlage - gelegt.

"Bei den Siegerprojekten wurde die Aufgabenstellung hervorragend gemeistert. Sie zeichnen sich nicht nur durch eine außerordentlich durchdachte Konzeption der Gemeinschafts- und Freiräume, sondern auch durch umfassende Maßnahmen zur Betreuung und Stärkung der jungen Hausgemeinschaften aus. Dazu zählen Mieterservice-Teams - darunter VertreterInnen des Österreichischen Integrationsfonds und des Vereins "Miteinand", interkulturelle HausbetreuerInnen, kulturelle Veranstaltungen, ein Weltcafé in Kooperation mit der ARGE Weltladen, ein interkultureller Garten sowie multifunktionelle Räume für Ateliers oder kleine Offices, die Dienstleistungsangebote und damit auch bunten Lokalkolorit schaffen. Eine Beratungsstelle des Integrationshauses, eine vom Integrationshaus betreute Wohngemeinschaft für acht Jugendliche mit Migrationshintergrund, eine Familienberatungsstelle und eine Baugruppe ergänzen den vielfältigen Charakter der neuen Wohnprojekte", erläuterte der Wiener Wohnbaustadtrat.

"Das Zusammenleben von Bewohnerinnen und Bewohnern unterschiedlicher kultureller Herkunft bereichert und schafft kreativen Spielraum. Die neuen Wohnbauten rund um den Rudolf-Bednar-Park bieten ein maßgeschneidertes Angebot für all jene Wienerinnen und Wiener, die Vielfalt und ein lebendiges Miteinander verschiedener Kulturen schätzen. Zuwanderinnen und Zuwanderern ermöglichen die Wohnprojekte ein Umfeld, das beste Voraussetzungen zur Integration bietet", betonte Ludwig.

Die Gesamtbaukosten der neuen Wohnbauten rund um den Rudolf-Bednar-Park werden rund 87,3 Mio. Euro betragen, rund 32,7 Mio. Euro schießt die Stadt Wien in Form von Wohnbauförderungsmitteln zu. Insgesamt entstehen dort 264 geförderte Mietwohnungen, rund 285 Wohnungen mit Superförderung und 39 Wohnungen für die Baugruppe.

Das Wettbewerbsgebiet

Das Wettbewerbsgebiet befindet sich als Teil der städtebaulichen Entwicklungszone "Nordbahnhofgelände" im 2. Wiener Gemeindebezirk und umfasst den Bereich rund um den Rudolf-Bednar-Park bzw. den im Bau befindlichen "Campus" mit Ganztagsvolksschule und Kindergarten.
Es wird im Wesentlichen im Norden durch die Leystraße, im Osten durch die Walcherstraße, im Süden durch die Leopold-Moses-Gasse / An den Kohlenrutschen / Ernst-Melchior-Gasse, sowie im Westen durch die Schweidlgasse begrenzt.
Im Nordosten grenzt das Areal an neu errichtete bzw. in Bau befindliche Wohnbauten ("Wohnen am Park", "Bike-City", "Time 2 Live", "Park Lane Apartments"). Weitere Wohnbauten, die ehemalige Busgarage der Wiener Linien, ein Kindertagesheim der Stadt Wien sowie das Bürogebäude der Pensionsversicherungsanstalt trennen das Gebiet vom Donauufer.

Service

Der Baustart für die ersten Projekte wird bereits im September 2011 erfolgen. Nähere Informationen dazu gibt es bei den Bauträgern oder ab Herbst 2011 beim Wohnservice Wien.

Ein weiterer Bauträgerwettbewerb zum Thema "Interkulturelles Wohnen" mit geplanten 650 Wohnungen wird noch heuer für die Mautner-Markhof-Gründe in Simmering stattfinden.

Wohnservice Wien
2., Taborstraße 1-3
Tel.: 01/24 503-25800
E-Mail: wohnberatung@wohnservice-wien.at
www.wohnservice-wien.at

DIE SIEGERPROJEKTE - NORDBAHNHOF, BTW 2

Siegerprojekt 1020 Wien, Nordbahnhof 2. Phase, BPL 2b

Bauträger: Neues Leben Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft reg. Gen.m.b.H.
Architekten: Arch. Mag.arch. Werner Neuwirth,
Von Ballmoos Krucker Architekten, Sergison Bates Architects Freiraumplanung: Dipl.Ing. Anna Detzlhofer

Wohnungen: 100 geförderte Mietwohnungen

Voraussichtlicher Baubeginn: September 2011
Voraussichtlicher Bezugstermin: September 2013

Projektbeschreibung: Die Wohnhausanlage des Siegerprojekts umfasst drei Häuser, die sich um einen Platz gruppieren und die damit einen eigenen urbanen Stadtraum bilden. Jedes Haus verfügt über Gemeinschaftseinrichtungen im Erdgeschoss. Dazu zählen etwa eine Lese-Lounge und ein Café in Kooperation mit der ARGE Weltladen, ein Gemeinschaftsraum, ein Kinderspielraum mit Waschküche sowie ein Müllraum und eine zentrale Fahrradhalle mit 60 versperrbaren Fahrradboxen. Die Erdgeschosszonen bilden somit die großen kommunikativen Zentren und sozialen Treffpunkte der Wohnhausanlage. Kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Partys, ebenso wie Kochkurse passend zum Thema des Fairen Handels sollen im Weltcafé abgehalten werden. Darüber hinaus ist für jedes Haus eine geschützte, nach Innen orientierte gemeinschaftliche Dachterrasse vorgesehen.
Das Wohnungsangebot wird 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen umfassen, wobei überwiegend 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung stehen. Durch die Kopplung mit autonomen 1-Zimmer-Wohnungen können die Haupt-Wohneinheiten für begrenzte Zeiträume erweitert werden.

Um das Miteinander zu fördern, wird es eine Betreuung der Hausgemeinschaft geben, die insbesondere in den ersten Monaten nach dem Einzug begleitende Unterstützung bietet und zu gemeinschaftlichen Aktivitäten anregt.

Kosten:
Voraussichtliche Kosten für die NutzerInnen:
(inkl. BK und MWST, exkl. Heizung und Warmwasser)

Eigenmittel: ca. 467,8 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 6,59 Euro/m2
Die Eigentumsbegründung an den Wohnungen nach 10 Jahren ist möglich.

Siegerprojekt 1020 Wien, Nordbahnhof 2. Phase, BPL 3bA

Bauträger: Urbanbau, Gemeinnützige Bau-, Wohnungs-
und Stadterneuerungsges.m.b.H.
Architekt: Arch. Mag.arch. Sne Veselinovic
Freiraumplanung: Dipl.Ing. Anna Detzlhofer

Wohnungen: 106 geförderte Mietwohnungen
mit Superförderung

Voraussichtlicher Baubeginn: Oktober 2011
Voraussichtlicher Bezugstermin: Mai 2013

Projektbeschreibung: Das Siegerprojekt des Bauträgers Urbanbau besteht aus zwei - durch eine verglaste Brücke miteinander verbundenen - Häusern. In den Erdgeschosszonen - zum Freiraum hin orientiert - sind miteinander verbunden Waschsalon, Kinderspielraum und Gemeinschaftsraum untergebracht. Weiters gibt es ein Hausbetreuungsbüro, eine Fahrradwerkstätte sowie einen Fahrrad- und Kinderwagenabstellraum. Gemeinschaftsloggien, eine Gemeinschaftsterrrasse mit Grillplatz und Hochbeeten sorgen für viel Raum für Kommunikation. Im Erdgeschoss sind weiters drei zusammenlegbare Büro-, Lokal oder Ordinationseinheiten untergebracht. Das Wohnungsangebot umfasst 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnungsgrößen sind optimiert, um leistbaren Wohnraum für kinderreiche Familien und AlleinerzieherInnen, aber auch für Paare oder Singles anbieten zu können. Die 5-Zimmer-Wohnungen ermöglichen auch das Zusammenleben von Großfamilien.
Der Freibereich im Innenhof wird als grüner Teppich mit leicht erhobene Sitzmöglichkeiten ausgestaltet. Der Kleinkinderspielplatz mit einer großen Spielwiese ist vor dem Gemeinschaftsraum im Innenhof situiert. Jugendliche steht ein Freizeitbereich mit einer Grafitti-und Kletterwand zur Verfügung.

Im Zuge des Besiedlungsmanagements wird ein Mieterservice-Team -darunter VertreterInnen des Österreichische Integrationsfonds und des Verein "Miteinand", die in den Planungsprozess mit eingebunden waren - eingerichtet, das die junge Hausgemeinschaft insbesondere in der Anfangsphase unterstützen soll.
Sechs Monate nach Baubeginn ist ein Integrationsfest geplant, um nachbarschaftliche Kontakte zu intensivieren.

Kosten:
Voraussichtliche Kosten für die NutzerInnen:
(inkl. BK und MWST, exkl. Heizung und Warmwasser)

Eigenmittel: ca. 50 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 7,21 Euro/m2 exkl. Darlehen § 6 (Superförderung)

Siegerprojekt 1020 Wien, Nordbahnhof, 2. Phase, BPL 9

Bauträger: Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsges.m.b.H.
Architekten: Scheifinger + Partner ZT GmbH
Freiraumplanung: Dipl.Ing. Carla Lo

Wohnungen: 97 geförderte Mietwohnungen,
davon 24 mit Superförderung

Voraussichtlicher Baubeginn: September 2011
Voraussichtlicher Bezugstermin: Juli 2013

Projektbeschreibung: Das Siegerprojekt besteht aus drei Häusern sowie drei Plätzen als Bindegliedern zwischen grüner Mitte und Straßenraum.

Der Grün- und Freiraum wird als Begegnungsfläche für die BewohnerInnen und als Spiel- und Bewegungsfläche für Kinder und Jugendliche gestaltet und mit Sitzbereichen und -inseln sowie einer Sitztribüne ausgestattet. Drei Hügel mit Spielgeräten dienen überdies Kindern zum Spielen. Angrenzend an den Gemeinschaftsraum befindet sich der Kleinkinderspielbereich mit Sichtbezug zur Waschküche, weiters gibt es eine große Dachterrasse mit Hochbeeten.

Es werden 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen angeboten, die besonders nutzungsoffen sind, um je nach Familiengröße, NutzerInnenverhalten und Wohnkultur anpassbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Die Funktionalität der Wohnungen ergibt sich durch Teilbarkeit, Umorganisation und Zusammenlegbarkeit von Räumen. Spielflure und die Möglichkeit der Gestaltung von Home-Office-Bereichen schaffen individuellen Mehrwert, sind aber auch Kontakt- und Kommunikationsflächen. Im Sinne des kostengünstigen Wohnens verfügt eine hohe Anzahl an Wohnungen über nicht mietzinstragende Balkone und somit kostenneutrale Freiflächen.

Im Rahmen eines begleitenden sozialen Managements in Zusammenarbeit mit dem lokalen Verein "friends" (Träger: Wiener Kinderfreunde) sollen kulturelle Aktivitäten als verbindendes, nachbarschaftsförderndes und bereicherndes Element zur Bildung einer gut funktionierenden Nachbarschaft eingesetzt werden. Die gemeinsame Gestaltung von Festen, Tanz, Kunsthandwerk, Malworkshops, etc. werden auf Iinitiative des Projekts "friends" durchgeführt.
Reservierte Budgets für die Endausgestaltung von Gemeinschaftsflächen für sportliche, künstlerische, technische oder andere Schwerpunkte (z. B. Anschaffung Tonanlage, Anschaffung Fitness-Geräte, etc.) stehen zur Verfügung.
Vor Bezug findet eine erste MieterInnenversammlung statt, in der auch das Projekt "friends" vorgestellt wird. Ziel ist es bereits für Teilgebiete (z.B. Kindergruppe etc.) Interessensgruppen zu bilden.

Kosten:
Voraussichtliche Kosten für die NutzerInnen:
(inkl. BK und MWST, exkl. Heizung und Warmwasser)

Mietwohnungen:
Eigenmittel: ca. 473 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 6,63 Euro/m2
Die Eigentumsbegründung an den Wohnungen nach 10 Jahren ist möglich.

Mietwohnungen mit Superförderung:
Eigenmittel: ca. 59,91 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 7,51 Euro/m2 (exkl. Darlehen § 6 Superförderung)

Siegerprojekt 1020 Wien, Nordbahnhof 2. Phase, BPL 12

Bauträger: Bank Austria Real Invest Immobilien
Kapitalanlage GmbH
Architekten: Froetscher Lichtenwagner
Freiraumplanung: PlanSinn GmbH,
Büro für Planung & Kommunikation

Wohnungen: insgesamt 97 geförderte Wohnungen, davon
67 Wohnungen mit Superförderung

Voraussichtlicher Baubeginn: Jänner 2012
Voraussichtlicher Bezugstermin: September 2013

Projektbeschreibung: Das Siegerprojekt sieht zwei Häuser mit unterschiedlicher Typologie vor. Ein Haus ist für BewohnerInnen, die Wohnen und kreatives Arbeiten verbinden wollen. gedacht. Das zweite Wohnhaus, das L-förmig den Gartenhof umschließt, bietet in den oberen Geschossen praktische, klare und einfache Grundrisse, die auch für größere Familien geeignet sind. Es werden 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen angeboten, wobei vorwiegend 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung stehen. Im Hof entstehen - neben hochwertigen Gemeinschaftsräumen -multifunktionelle Räume für Ateliers oder kleine Offices, die Arbeitsmöglichkeiten und Dienstleistungsangebote, wie Übersetzungsbüros, Kleingewerbe etc. schaffen.
Ausgestaltung, Nutzbarkeit und Konzeption des grünen Hofes haben einen mehr privaten Aspekt, der zwar die Öffentlichkeit mit einbezieht, aber die Förderung und Integration der Hausgemeinschaft vorrangig zum Ziel hat.
Gemeinsame Anliegen werden in drei Ebenen - Mieterbeirat, Mieterversammlung und Hausverwaltung/Bauträger - auf Basis eines gemeinsam erarbeiteten Organisationsstatuts behandelt und durchgeführt. Ein/e "interne/r HausbetreuerIn, die/der gleichzeitig HausbewohnerIn ist, soll durch ihre/seine Präsenz die Arbeit der Hausverwaltung unterstützen und den BewohnerInnen als AnsprechpartnerIn zur Verfügung stehen.
Bereits während der Bauphase soll den BewohnerInnen die Möglichkeit geboten werden, sich miteinander bekannt zu machen. Mit Hilfe der Internet-Plattform "parq.at" können Gruppierungen mit spezifischen sozialen oder kulturellen Anforderungen dabei unterstützt werden, sich zu etablieren und Strukturen für die Zusammenarbeit aufbauen.

Kosten:
Voraussichtliche Kosten für die NutzerInnen:
(inkl. BK und MWST, exkl. Heizung und Warmwasser)

Mietwohnungen:
Eigenmittel: ca. 245,20 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 7,65 Euro/m2

Mietwohnungen mit Superförderung:
Eigenmittel: ca. 62,35 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 7,29 Euro/m2 (exkl. Darlehen § 6 Superförderung)

Siegerprojekt 1020 Wien, Nordbahnhof 2. Phase, BPL 15B

Bauträger: Gemeinnützige Bau- und Siedlungs-
gesellschaft MIGRA Ges.m.b.
Architekten: Hoffmann - Janz ZT GesmbH
Freiraumplanung: PlanSinn GmbH
Büro für Planung & Kommunikation

Wohnungen: 101 geförderte Mietwohnungen, davon
40 mit Superförderung

Voraussichtlicher Baubeginn: Juni 2012
Voraussichtlicher Bezugstermin: August 2013

Projektbeschreibung: Das Siegerprojekt besteht aus einem langgestreckten Wohnhaus mit zwei Eingängen. Im Erdgeschoss der Wohnhausanlage befinden sich allgemeine Räume wie Fahrrad- und Kinderwagenräume, ein Müllraum und eine Waschküche. Die südostseitig des Gebäudes liegenden Freiflächen dienen als gemeinschaftlich nutzbare Freiräume. Dem Kinder- und Gemeinschaftsraum wird an einer Seite eine kleine Gemeinschaftsterrasse und an der anderen Seite der Kleinkinderspielplatz vorgelagert. An der südöstlichen Grundstücksgrenze erstreckt sich über die gesamte Länge ein Spielband für ältere Kinder, das mit Reckstangen, Kletterbäumen und Balancierstämmen ausgestattet ist. Ein weiterer Gemeinschaftsraum mit angeschlossener, gedeckter Terrasse steht den BewohnerInnen im Dachgeschoss zur Verfügung.

Das Wohnungsangebot kennzeichnet ein großes Spektrum an Wohnungstypen (1- bis 4-Zimmer-Wohnungen und eine Wohngemeinschaft). Jede Wohnung verfügt über Loggia, Terrasse oder Garten.

In Kooperation mit dem Integrationshaus wurde ein zweigeschossiges Beratungszentrum eingeplant. Im 1. Obergeschoss wird eine vom Integrationshaus betreute Wohngemeinschaft für acht Jugendliche mit Migrationshintergrund untergebracht, weiters soll eine Familienberatungsstelle eingerichtet werden. Außerdem wird die Beratungsstelle des Integrationshauses in der Klosterneuburgerstraße 23-27 in die Wohnhausanlage übersiedeln.
Die Beratungsstelle wird etwa zwei Monate nach der Eröffnung alle HausbewohnerInnen zu einem "Tag der offenen Tür" einladen. Neben IntegrationsbegleiterInnen wird es eine/n HausbetreuerIn mit interkulturellen Erfahrungen geben, der/die die nachbarschaftliche Kommunikation erleichtert und unterstützt.

Kosten:
Voraussichtliche Kosten für die NutzerInnen:
(inkl. BK und MWST, exkl. Heizung und Warmwasser)

Mietwohnungen:
Eigenmittel: ca. 398 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 6,22 Euro/m2

Mietwohnungen mit Superförderung:
Eigenmittel: ca. 60 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 7,13 Euro/m2 (exkl. Darlehen § 6 Superförderung)

Siegerprojekt 1020 Wien, Nordbahnhof 2. Phase, BPL 15C

Bauträger: Schwarzatal Gemeinnützige Wohnungs-
und Siedlungsanlagen GmbH

Architekten: Superblock ZT GmbH einzueins Architektur Freiraumplanung: Dipl.Ing. Anna Detzlhofer

Wohnungen: 48 geförderte Mietwohnungen
mit Superförderung
39 Wohnungen für die Baugruppe

Voraussichtlicher Baubeginn: November 2011
Voraussichtlicher Bezugstermin: August 2013

Projektbeschreibung: Das Projekt bietet zwei unterschiedliche Wohnangebote in zwei Häusern - "Wohnen mit scharf!" und "Wohnen mit uns!"

"Wohnen mit scharf!" bietet vielfältig nutzbare Grundrisse mit 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen für unterschiedliche Haushaltskonstellationen.

Der Bauteil "Wohnen mit uns!" für die Baugruppe wird vom Verein Wohnprojekt Wien in Selbstverwaltung betrieben. Hier besteht die Möglichkeit, sich an der Planung der eigenen Wohnung zu beteiligen und sie so auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Die umfangreichen Gemeinschaftsräume, Werkstätten, Musikraum, Sauna, Dachterrasse, Bibliothek, Gemeinschaftsküche, Gästeappartement, ein großer Fahrradabstellraum und das Carsharing gehören fix dazu.

Gartenseitig sind verschiedene gewerbliche Nutzräume für die Hausgemeinschaft vorgesehen, straßenseitig sind kleinteilige Gewerbeflächen angeordnet, die wohnungsnahes Arbeiten für NutzerInnen von in- und außerhalb des Hauses ermöglichen.
Im Dachgeschoss ist die Ruhezone der Gemeinschaft, mit Bibliothek, Gästeappartements und Sauna sowie einem Dachgarten mit Hochbeeten eingeplant.
Der Freiraum, insbesondere der Innenhof ist Platz für Begegnung und Gespräche, aber auch für gemeinsames Gärtnern und Ernten, für Spiele und Feste. Am Kleinkinderspielbereich schließt der interkulturelle Garten an. Die Gestaltung des Jugendspielbereiches wird gemeinsam erarbeitet.

Im Rahmen eines "Häuserplenums" sollen die BewohnerInnen beider Bauteile ihre gemeinsamen Belange regeln. Die Nutzung der Einrichtungen und Veranstaltungen sowie der Gemeinschaftsgarten sind ein weiteres Angebot, auch an die BewohnerInnen der Nachbarschaft. Kooperationen mit Institutionen und Vereinen aus dem Quartier sind in Vorbereitung.
Um Menschen mit Migrationshintergrund gezielt ansprechen und multiethnische Vielfalt als Bereicherung zu kommunizieren, wird eine Medienkooperation mit "biber", der ersten transkulturellen "Stadtzeitung mit scharf" angesprochen. Neben der Nutzung des Magazins ist der Aufbau einer Website geplant, um in mehreren Sprachen über das Bauvorhaben zu informieren.

Kosten:
Voraussichtliche Kosten für die NutzerInnen:
(inkl. BK und MWST, exkl. Heizung und Warmwasser)

Mietwohnungen mit Superförderung:
Eigenmittel: ca. 60 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 7,16 Euro/m2 (exkl. Darlehen § 6 Superförderung)

Baugruppe - Träger Verein Wohnprojekt Wien:
Eigenmittel: ca. 528,7 Euro/m2
Monatliche Miete: ca. 8,01 Euro/m2 (Schluss) da

Rückfragen & Kontakt:

Christiane Daxböck, Mediensprecherin Vbgm. Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01 4000-81869
christiane.daxboeck@wien.gv.at

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