Franz Hörl zum neuen Obmann des Fachverbands der Seilbahnen gewählt

Hörl: "Seilbahnen sind und bleiben Zugpferd des Tourismus" - weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen notwendig -"Sommer am Berg" gewinnt an Bedeutung

Wien (OTS/PWK418 ) - Der 54-jährige Wirt und
Seilbahnunternehmer, Nationalratsabgeordneter Franz Hörl aus Tirol, wurde zum neuen Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) gewählt. Er folgt in dieser Funktion dem langjährigen Obmann Ingo Karl nach. "Die Seilbahnen sind und bleiben das Zugpferd für den heimischen Tourismus und sie sind ein unverzichtbarer Arbeitgeber und wichtiger Wertschöpfungsfaktor", betonte der neue Fachverbandsobmann Mittwochabend bei einem Pressegespräch in Wien: "Der Tourismus entfaltet die breiteste Wohlstandswirkung aller Branchen - vor allem im ländlichen Raum. Immerhin wird durch Bergbahnnutzer ein jährlicher Bruttoumsatz von 5,4 Mrd. Euro erzielt. Die Branche trägt damit rund 2,9 Mrd. Euro zum jährlichen Volkseinkommen bei."

Diese enorme Bedeutung und die hohen Investitionen der Seilbahnbranche würden von der breiten Öffentlichkeit noch nicht ausreichend wahrgenommen. "Wir müssen viel stärker als bisher auf Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und innerhalb der Region, vor allem auch in der Politik, setzen und dabei den Dialog zwischen Umwelt- und Wirtschaftspolitik forcieren", erklärt Hörl und nennt das im Vorjahr novellierte UVP-Gesetz als konkretes Beispiel. Die UVP sei noch immer bürokratisches "Monster", das Unternehmen bereits im Verfahren bis zur UVP hunderttausende Euro für einzelne Gutachten abverlangt. "Unser Ziel muss sein, die Rahmenbedingungen für die Branche zu verbessern, Gesetze zu vereinfachen und Genehmigungsverfahren kalkulierbarer und überschaubarer zu machen."

Einen weiteren wesentlichen Schwerpunkt setzt Hörl auf die Zukunftssicherung des Wintersports. Österreich zählt mit weit über 50 Mio. Skierdays zu den Top-Skidestinationen Europas und nimmt immerhin 1/6 des Weltmarktes ein. Laut neuesten Studienergebnissen gibt es in Europa 53 Mio. aktive Skifahrer und weitere 38 Mio. Interessierte. "Dieses enorme Potenzial gilt es aufzufangen und die Interessierten mit der Qualität und Vielfalt unserer Skiregionen sowie attraktiven Packages auf die heimischen Pisten zu locken."

Weitere Ziele sind die Nachwuchsförderung und die Forcierung von Wintersportwochen. "Österreichs Seilbahnen leisten bereits seit Jahren maßgebliche Beiträge in diese Richtung: Nicht nur, dass wir Lehrer bei der Organisation von Wintersportwochen unterstützen und ihnen Freifahrten gewähren. Mit den ?Go for Ski-schooldays? holen wir jährlich über 50.000 Kinder gratis auf die Pisten" berichtet Hörl. "Die Bundesländer Kärnten, Oberösterreich und Steiermark stellen sogar die Skipässe für die gesamte Wintersportwoche gratis zur Verfügung." Durch die "Allianz Zukunft Winter" haben sich Österreichs Seilbahnen zusammen mit Partnern aus Tourismus und Industrie auf eine gemeinsame Vorgehensweise geeinigt. "Jedes österreichische Kind sollte in seinem Schulleben zumindest eine Wintersportwoche absolviert haben", wünscht sich Hörl.

Der Geschäftsführer des Fachverbands der Seilbahnen, Erik Wolf, betonte, dass sich auch die Sommerangebote der Österreichischen Seilbahnunternehmen immer stärkerer Beliebtheit erfreuen. "Dies zeigt der starke Kassenumsatz von EUR 97 Mio., der nur durch die Sommerbetriebe erwirtschaftet wird." Dass der Sommer am Berg im Aufwärtstrend ist, beweist ein Rückblick auf die vergangenen Jahre. Die Kassenumsätze sind seit 2001 bis zu einem vorläufigen Höchststand im Sommer 2003 mit 76,2 Mio. Euro stetig angestiegen. Danach folgte eine Schwächephase mit einem ausgeprägten Tiefpunkt im Sommer 2006. Mittlerweile haben die österreichischen Sommerseilbahnen wieder einen wesentlich höheren Umsatzlevel erreicht. Dieser Aufwärtstrend hat sich im Sommer 2009 moderat fortgesetzt.

Mit umfangreicheren Programmen locken die Seilbahnen Österreichs auch im kommenden Bergsommer Urlauber aus dem In- und Ausland in die heimische Bergwelt. Dabei setzen die Seilbahnunternehmen verstärkt auf den ansteigenden Wander- und Touren-Trend. "Wandertouren erfreuen sich nach wie vor immer größerer Beliebtheit. Mit über 25.000 km Wanderwegen bieten Österreichs Seilbahnen ein wahres Paradies für Bergfexe - von Profitouren bis zu gemütlichen Wanderpfaden findet sich hier für jeden das individuelle Abenteuer", informiert Wolf über die diesjährigen Programm-Highlights. (SR)

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