BZÖ für Mutter-Kind-Jugend-Pass

Untersuchungen bis zum 18. Lebensjahr an Familienbeihilfe koppeln

Wien (OTS) - Mit einem neuen Vorschlag lässt BZÖ-Familien- und Sozialsprecherin Ursula Haubner aufhorchen. Die BZÖ-Politikerin setzt sich für einen Mutter-Kind-Jugend-Pass ein. "Derzeit sind Untersuchungen im Rahmen des bestehenden Mutter-Kind-Passes nur bis zum fünften Lebensjahr des Kindes vorgeschrieben. Das BZÖ will deshalb über den neuen Mutter-Kind-Jugend-Pass Untersuchungen bis zum 18. Lebensjahr einführen. Diese sollen einmal pro Jahr stattfinden und auch an den Bezug der Familienbeihilfe gekoppelt sein", erklärt Haubner. "Kinder haben das Recht auf bestmögliche Gesundheit und Betreuung. Mittels der Datensammlung wird auch die optimale Begleitung und Beratung gesichert. Das ist unverzichtbar für die Zukunftschancen unserer Kinder. Ein Euro in Prävention erspart drei Euro Reparatur", zitiert Haubner den Rechnungshof. Es gehe hier auch um eine weitere Stärkung der Eltern. Der Mutter-Kind-Pass sei 1974, mit dem Ziel die Säuglingssterblichkeit zu senken, eingeführt worden, dann sei die Korrektur von Fehlentwicklungen dazugekommen und jetzt baue das BZÖ-Modell des Mutter-Kind-Jugend-Passes als dritte Weiterentwicklung auch die psychosozialen Aspekte bis zum 18. Lebensjahr ein.

Die BZÖ-Familiensprecherin sieht große Vorteile in der Ausweitung des Mutter-Kind-Passes in einen Mutter-Kind-Jugend-Pass: "Falsche Ernährung, Suchtverhalten, aber auch Gewalt gegen Kinder können mit dem Mutter-Kind-Jugend-Pass erkannt werden. Das bietet die Möglichkeit Fehlentwicklungen rechtzeitig gegenzusteuern". Der Mutter-Kind-Pass werde in seiner derzeitigen Form den Anforderungen nicht mehr gerecht, da Kinder und Jugendliche immer öfter mit Entwicklungsstörungen in der Motorik, Sprache oder der Wahrnehmung belastet seien. Chronische Erkrankungen im Kindesalter zunehmen, Vernachlässigung durch überforderte Eltern sowie erdrückenden Lebenssituationen führen zu psychischen Störungen bzw. Verhaltensauffälligkeiten, wie auch der Kindesmissbrauch immer mehr zunehme.

Wer in Österreich die Familienbeihilfe beziehen will, soll deshalb nur dann dafür bezugsberechtigt sein, wenn er seinem Kind auch die entsprechende Obsorge angedeihen lässt, die an die Erfüllung des neuen BZÖ-Mutter-Kind-Jugend-Pass-Konzeptes bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres geknüpft sind, und hier auch laufend überprüft werden.
Die Familienbeihilfe wird jährlich generell immer nur für den Zeitraum eines Jahres gewährt, bis der jährlichen Untersuchungspflicht beim Arzt/Schularzt nachgekommen wird.
Bis zum vollendeten achtzehnten Lebensjahr erfolgt die jährliche Freigabe der Familienbeihilfe für die folgenden 12 Monate durch den Arzt/Schularzt über die Sozialversicherungskarte /Chipkarte des Kindes/Jugendlichen, in Form der Meldung an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger - und hier weiter über das elektronische Meldesystem zum Finanzamt.
Werden bei einem Kind/Jugendlichen Auffälligkeiten festgestellt, so sind vom Arzt/Schularzt die begleitenden Therapien einzuleiten und auch nachweislich mit verpflichtenden Kontrollterminen weiter zu betreuen oder die Fürsorge einzuschalten wenn Eltern nicht bereit sind die entsprechende Obsorge walten lassen.
Kinder und Jugendliche die länger als sechs Monate über den vorgesehenen jährlichen Termin nicht bei einem Arzt/Schularzt vorstellig werden, werden über das System des Hauptverbandes automatisch der der Fürsorge gemeldet, da der Nicht-Bezug der Familienbeihilfe diese Meldung automatisch auslöst.

Die Aufgabe der jährlichen Untersuchung, die bis zum Schuleintritt vom Hausarzt durchgeführt wird, wird kann entweder vom geschulten Schularzt oder vom geschulten Arzt bis zum Ende des schulpflichtigen Alters übernommen werden. Dazu ist ein einheitlicher Untersuchungskatalog festzulegen, der jedenfalls die notwendigen Fähigkeiten für ein bestimmtes Alter (Ausnahme: Behinderung) festschreibt und entsprechende Ausgleichsmaßnahmen die von den Eltern durchzuführen sind und bei Nichtbefolgung geahndet werden.

In das Untersuchungsprogramm sind jedenfalls aufzunehmen:
Gesellschaftliche Integration bei Kindern/Jugendlichen mit Migrationshintergrund, Entwicklung, Sozialpädriatrische Aspekte der Entwicklung, Sport und Fitness und Ernährungsverhalten und Beratung. "Das BZÖ wird massiv auf die Umsetzung dieser parlamentarischen Initiative drängen und erwartet sich hier die breite Zustimmung aller Parlamentsparteien", betont Haubner.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0003