• 26.05.2010, 10:57:43
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Greenpeace: Elektronik-Riesen scheitern an eigenen Umweltzielen

Punkteabzüge für Dell, Samsung und Toshiba im Ratgeber "Grüne Elektronik"

Amsterdam/Wien (OTS) - In der fünfzehnten Ausgabe des
Greenpeace-Ratgebers "Grüne Elektronik", der letzte Nacht in Japan
präsentiert wurde, haben Dell, Samsung und Toshiba gleich einige
Abzugspunkte kassiert. Denn diese drei Unternehmen haben ihre selbst
festgelegten Zeitpläne zur Entfernung von Polyvinylchlorid (PVC) und
bromierten Flammschutzmitteln (BFR) aus ihren Produkten inzwischen
wieder zurückgezogen. Der frühere Spitzenreiter Toshiba fiel aus
diesem Grund gleich vom dritten auf den vierzehnten Platz zurück, und
Samsung rutschte deshalb von der siebenten auf die dreizehnte Stelle.

"Die großen Elektronikfirmen können nicht einfach von sich
behaupten, umweltfreundliche Produkte herzustellen, solange sie ihre
eigenen Versprechen nicht einhalten und somit endlich all die
Substanzen beseitigen, die schädliche Auswirkungen auf die
menschliche Gesundheit wie auch die Umwelt haben", meint
Greenpeace-Sprecherin Claudia Sprinz dazu.

Die schwache Leistung der erwähnten Konzerne steht in krassem
Gegensatz zu den Bemühungen ihrer Mitbewerber Apple und
Hewlett-Packard (HP), die ihren Kunden bereits eine ganze Reihe an
umweltfreundlicheren Elektronikprodukten bieten. Einige andere
Unternehmen gehen sogar so weit, ihren Einfluss geltend zu machen -
und das, um gesetzliche Rahmenbedingungen zu erreichen, welche die
Verwendung besonders gefährlicher Substan-zen wie PVC oder BFR in der
Elektronik deutlich beschränken sollen.

Die Aufsteiger in dieser fünfzehnten Ausgabe des
Greenpeace-Rankings sind Panasonic (vom zehnten auf den sechsten
Platz), Sony (vom siebenten auf den sechsten, gleichauf mit
Panasonic), HP (vom elften auf den achten) und Sharp (vom dreizehnten
Platz auf den neunten).

LG Electronics (LG) fällt von der sechsten auf die zwölfte Stelle
zurück, weil Punkte für den mangelhaften Bericht die Energieeffizienz
der Firmenprodukte betreffend abgezogen werden mussten. Der
LG-Bericht wird nicht nur von Greenpeace kritisiert, sondern wurde
auch schon zwei Mal von der Kontrollbehörde ins Visier genommen, weil
die Energieeffizienz-Kriterien zum Vorteil von LGE manipuliert worden
sind.

"Einige Firmen konnten durchaus Fortschritte in Richtung einer
umweltfreundlicheren Zukunft für Elektronikprodukte machen",
berichtet Greenpeace-Sprecherin Sprinz. "Denn diese Unternehmen
hielten ihre Zusagen ein, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes
besonders gefährliche Chemikalien aus ihren Produkten zu entfernen.
Nun müssen auch die anderen Konzerne diesen Beispielen folgen, damit
endlich im großen Rahmen Produkte vertrieben werden können, die ohne
PVC und BFR auskommen", fordert Claudia Sprinz abschließend.

Weitere Informationen:
http://marktcheck.greenpeace.at/elektronikranking.html

Rückfragehinweis:
Claudia Sprinz, Greenpeace Österreich; Tel.: 0664-6126731
Attila Cerman, Greenpeace Österreich; Tel.: 0664-3435354

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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