LR Ragger: Mit gemeinnütziger Arbeit und Führerscheinentzug gegen Jugendgewalt und Jungendkriminalität

LR Ragger: Massive Änderung des Kärntner Jugendschutzgesetzes geplant

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Wir haben derzeit ein Problem im Jugendschutzgesetz. Fehlverhalten wird oft zu spät und zu abstrakt bestraft. Der Erziehungseffekt für Jugendliche wird so nicht erreicht", betont Soziallandesrat Christian Ragger. Er will daher, dass straffällige Jugendliche gemeinnützige Arbeit leisten, wie Müllsammeln im Park oder Reinigungsarbeiten in einem Pflegeheim. Wer Schlägereien anzettle sollte den Führerschein verlieren. Das sei eine Initiative, die Jugendliche sicherlich zum Nachdenken anregen und den einen oder anderen jugendlichen Gewalttäter davon abhalten würde, erneut zuzuschlagen.

Dass im Jugendstrafgesetz weitere abschreckende Maßnahmen notwendig seien, zeige auch der tragische Tod eines 28jährigen Gewaltopfers in Kärnten. "Die Gesellschaft muss beweisen, dass sie ein solches Verhalten massiv missbilligt. Es darf nicht sein, dass man zunehmend in Angst vor gewalttätigen Jugendlichen leben muss", betont Ragger.

Wie der Soziallandesrat berichtet, setze Kärnten auf wichtige präventive Maßnahmen gegen die zunehmende Jugendgewalt. So werde das Streetworking in ganz Kärnten weiter ausgebaut, um den Zugang zu problematischen Jugendlichen zu ermöglichen. Weiters sei Kärnten Vorreiter im Bereich der Schulsozialarbeiter, die bei Problemen jeder Art helfen, sei es bei Konflikten im Elternhaus, bei Konflikten der Schüler und Schülerinnen untereinander oder bei Schwierigkeiten mit Lehrern. Im Bezirk Wolfsberg startete das erste Projekt.

"Wenn Innenministerin Maria Fekter keine Maßnahmen zur Verschärfung des Jugendschutzgesetzes setzt, nämlich entsprechend mehr Personal für mehr Sicherheit, wird das Land Kärnten eine private Security beauftragen, damit diese massiv für Schutz sorgt", so Ragger.
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