MKV beschließt Schul- und Europaprogramm

Die diesjährige Jahrestagung des MKV in Waidhofen/Ybbs stand ganz im Zeichen der Schul- und Europapolitik; Kritik übte Vorsitzender Kukacka an BM Karl

Wien (OTS) - Ein eindrucksvolles Zeichen der Stärke setzte am Pfingstwochenende der Mittelschüler-Kartell-Verband bei seiner Jahrestagung in Waidhofen/Ybbs (NÖ). 1.500 junge Menschen aus ganz Österreich nutzten ihre Freizeit um am 68. "Pennälertag" über Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft zu diskutieren. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei den zentralen Themen Europa und Bildung geschenkt.

Neustart in der Bildungsdiskussion

"Der MKV gibt Schülern eine Plattform sich inhaltlich mit zentralen gesellschaftlichen Problemen auseinanderzusetzen und dabei ihre Vorstellungen und Positionen einzubringen." stellt MKV-Vorsitzender StS a.D. Mag. Helmut Kukacka fest. So wurde unter anderem auf der Generalversammlung das "30-Punkte-Schulprogramm" beschlossen, in dem gefordert wird, dass die Arbeit der Lehrer und die Qualität des Unterrichts regelmäßig evaluiert werden müsse. "Jeweils am Ende eines Semesters soll den Lehrern von den Schülern per Fragebögen ein Feedback über die Qualität des Unterrichts gegeben und das Ergebnis in der Klasse nachbesprochen werden", informiert Kukacka.

"30-Punkte-Schulprogramm" beschlossen

"Der MKV bringt sich mit seinem '30-Punkte-Schulprogramm' offensiv in den Neustart der Bildungsdiskussion ein." Dieser sei höchst notwendig, denn seit Jahrzehnten drehe sich die Bildungsdiskussion nur um die einzige Frage: Gesamtschule ja oder nein.

Wenig anfangen kann die Mittelschülerorganisation mit den Vorschlägen von Wissenschaftsministerin Dr. Beatritx Karl, in denen eine weitgehende Übernahme der sozialistischen Argumentation gesehen wird. Nach Meinung des MKV komme es nicht primär auf die Organisation des Schulsystems, sondern auf seine Inhalte und seine Durchlässigkeit an. Denn: "Die Einheitsschule führt noch zu keiner Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungssituation der österreichischen Jugend." so Kukacka im Gespräch mit den Jugendlichen.

Europa-Programm beschlossen

Ein klares Bekenntnis gab der MKV auch für das Christentum als wesentlichen Teil der Leitkultur Europas ab, dem Europa-Programm wurde nach intensiven inhaltlichen Diskussionen eine klare Zustimmung erteilt. "Die europäische Wertordnung muss von allen akzeptiert werden, auch wenn Zuwanderer zB aus religiöse Gründen ein anderes kulturelles Verständnis mitbringen." hält der ehemalige Staatssekretär fest.

Sobotka: "MKV Werte sind Eckpfeiler der Gesellschaft"

LH-Stellvertreter Wolfgang Sobotka sprach dem MKV und der Organisation in Waidhofen ein großes Lob aus: "Die Werte, die der MKV vertritt, wie beispielsweise eine patriotische Gesinnung und Bekenntnis zu christlich-sozialen Grundsätzen, sind Eckpfeiler unserer Gesellschaft. Ohne solche werteorientierte junge Menschen würde unsere Gesellschaft ihre geistige Orientierung verlieren."

Neben Sobotka und Bischof Küng, der den MKV bestärkte sich aktiv in der Gesellschaft einzubringen, gaben sich auch weitere Vertreter des gesellschaftlichen Lebens ein Stelldichein. So wurde unter anderem gesichtet: ÖAAB-Generalsekretär LAbg. Lukas Mandl, Abg. z. NR Silvia Fuhrmann, Bundesschülersprecherin Pia Bauer, der Bundesobmann der Schülerunion Oliver Möllner, der Waidhofner Bürgermeister Wolfgan Maier und alt-NR-Abgeorndeter "Pepi" Höchtl.

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