Rudas zu Neuer Mittelschule: ÖVP soll Blockadehaltung auf Kosten der Kinder endlich aufgeben

10-Prozent-Klausel muss fallen - Bestes Bildungssystem darf nicht an ideologischen Scheuklappen scheitern

Wien (OTS/SK) - "Dass der Schulversuch 'Neue Mittelschule' ein großer Erfolg ist, ist unbestritten. Dass das Bildungssystem anderer europäischer Länder, die eine gemeinsame Schule für die 10- bis 14-Jährigen haben, Bestnoten erhält, ist ebenfalls eine Tatsache. Daher soll die ÖVP endlich ihr Festhalten an der 10-Prozent-Klausel aufgeben und den Weg für mehr Neue Mittelschulen freimachen", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas am Samstag die Blockadehaltung von ÖVP-Obmann Pröll, ÖVP-Klubomann Kopf und der Lehrergewerkschaft. "Wenn ein Schulversuch gelingt, dann ist es mehr als sinnvoll, ihn in die Regel aufzunehmen. Es wäre also höchste Zeit, die Neue Mittelschule flächendeckend einzuführen", so Rudas. ****

Wissenschaftsministerin Karl habe mit ihrem Vorstoß ein "Gymnasium für alle" einen wichtigen Schritt in Richtung, moderneres und besseres Schulsystem gesetzt. Mancher ihrer Parteikollegen bleibt allerdings bei seiner bisherigen ablehnenden Haltung. "Die Neue Mittelschule erfreut sich größter Beliebtheit bei Eltern, Schülern und Lehrern. Die Mehrheit der Landeshauptleute, unabhängig von der Parteizugehörigkeit wollen einen Ausbau der Neuen Mittelschule. Auch Sozialpartner und die Industriellenvereinigung verlangen nach mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem. Daher frage ich mich, aus welchem Grund den Kindern Chancengleichheit, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Elternhaus, verwehrt wird", so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin.

Um die Bedeutung der gemeinsamen Schulen zu unterstreichen, führt Rudas weiter aus: "In Österreich haben nur 17,6 Prozent der Bevölkerung einen Universitätsabschluss, in den EU-27, wo in den meisten Ländern die gemeinsame Schule längst Standard ist, sind es durchschnittlich 23,9 Prozent." Im internationalen Vergleich schneide das österreichische Bildungssystem auch nicht gut ab, die OECD orte z.B. Mängel in der Leistung der Schüler. "Auch die OECD rät, von der frühen Trennung der Schüler abzugehen und die Neue Mittelschule zu forcieren", so Rudas, die an die ÖVP appelliert die 10-Prozent-Klausel für die Neue Mittelschule endlich fallen zu lassen. Denn, "Das beste Bildungssystem für alle Kinder darf nicht an ideologischen Scheuklappen scheitern", so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin abschließend. (Schluss) sv

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