ORF-Stiftungsrat genehmigt Jahresergebnis 2009
Positives Ergebnis im 1. Quartal 2010
Wien (OTS) - ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz und der Kaufmännische Direktor des ORF, Mag. Richard Grasl, haben dem Stiftungsrat unter dem Vorsitz von Brigitte Kulovits-Rupp in der Plenarsitzung am Donnerstag, dem 20. Mai 2010, den ORF-Jahresabschluss 2009 vorgelegt. Der ORF-Stiftungsrat hat den Jahresabschluss einhellig (eine Stimmenthaltung) genehmigt.
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Das Jahr 2009 war wirtschaftlich von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Dennoch konnte der ORF das negative Ergebnis des Jahres 2008 durch ein umfassendes Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm nahezu halbieren und schließt das Geschäftsjahr 2009 im Konzern mit einem negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von minus 44,3 Millionen Euro ab. Das Konzern-EGT für das 1. Quartal 2010 ist mit 3,6 Millionen Euro aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen und einer über Plan liegenden Entwicklung der Werbeerlöse positiv. Der Personalaufwand sinkt nachhaltig, der Personalstand konnte seit 2007 um 13 Prozent gesenkt werden. Dadurch ist der ORF auf Kurs, das Jahr 2010 aus eigener Kraft positiv abzuschließen. Dies ist mit einer großen Anstrengung für das Unternehmen verbunden. In Kombination mit den in Aussicht gestellten Mitteln aus der Teilrefundierung für die im neuen ORF-Gesetz vorgesehenen zusätzlichen Aufgaben ist der ORF damit für die anstehenden Herausforderungen gerüstet."
Zu diesen zusätzlichen Aufgaben durch die geplante ORF-Gesetzes-Novelle gehören die Steigerung der österreichischen Programmproduktion durch den Erhalt und Ausbau des Film- und Fernsehabkommens und die weitere Intensivierung der Eigenproduktion, die Erhaltung des Angebots von SPORT PLUS, der Start des Info- und Kultur-Spartenkanals, des ORF-Radio-Symphonieorchesters (RSO) und der Ausbau der barrierefreien Programme.
Jahresergebnis 2009 für den ORF-Konzern
Der ORF-Konzern hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von minus 44,3 Mio. Euro abgeschlossen. Gegenüber 2008 (-79,7 Mio. Euro) konnte der Verlust daher annähernd halbiert werden.
Umsatzerlöse ORF
Die Umsatzerlöse des ORF (Einzelergebnis) betrugen im Jahr 2009 868,5 Mio. Euro (2008: 884,8 Mio. Euro). Vom Gesamtumsatz entfielen 60,6 Prozent auf die Programmentgelte, 25,7 Prozent auf klassische TV- und Radiowerbung und 13,7 Prozent auf sonstige Erlöse.
Erlöse aus Teilnehmerentgelten
Der Jahresabschluss 2009 weist Erlöse aus den Teilnehmerentgelten in der Höhe von 526,4 Mio. Euro aus (2008: 503,9 Mio.). Die Zahl der entgeltpflichtigen Teilnehmer/innen betrug zu Jahresende 3.121.626. Mehr als 10 Prozent der Teilnehmerhaushalte (323.669) waren im Dezember 2009 österreichweit vom Teilnehmerentgelt befreit. Die dem ORF dadurch entgangenen Mittel werden dem ORF bisher nicht ersetzt.
Entwicklung der Werbeerlöse
An Erlösen aus klassischer Werbung weist der Jahresabschluss 222,8 Mio. Euro aus. Die Radioerlöse betrugen 74,6 Mio. Euro und sind gesunken (2008: 80 Mio. Euro), die Fernseherlöse 148,2 Mio. Euro (2008: 183,4 Mio. Euro).
Sinkender Personalaufwand: Personalstand seit 2007 um 13 Prozent reduziert
Der Personalaufwand des ORF ist gegenüber dem Vorjahr von 404,7 Mio. Euro auf 375,3 Mio. Euro gesunken und wird 2010 auf 333 Mio. sinken. Das Personalkosten-Paket 2009 (Senkung der Pro-Kopf-Kosten und Senkung Mitarbeiteranzahl, insbes. Handshake-Programm) wird erst 2010 voll wirksam. Der ORF-Personalstand im ersten Quartal 2010 beträgt 3.505 Angestellte (Vollzeitäquivalente) und konnte damit seit 2007 (4.023 VZÄ) um 13 Prozent bei gleichzeitigem Ausbau des Leistungsangebots gesenkt werden.
Sachaufwand
Der Aufwand für Material, bezogene Leistungen und sonstige betriebliche Leistungen beträgt 567,7 Mio. Euro (2008: 605,0 Mio. Euro).
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