Energiesparen bei der Straßenbahn - Forschungsprojekt EcoTram startet

Heizung und Kühlung sollen energieeffizienter werden +++ 3.000 MWh Einsparung als Ziel

Wien (OTS) - Straßenbahnen werden immer bequemer - doch für Heizung und Kühlung muss viel Energie aufgewendet werden. Im neuen Forschungsprojekt EcoTram wird versucht, Komfort und Energiesparen zu verbinden. Dazu haben sich Rail Tec Arsenal, die SCHIG mbH, Siemens, die Technische Universität (TU) Wien, Vossloh Kiepe und die Wiener Linien in einem Konsortium zusammengefunden. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Klima- und Energiefonds von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen von "Neue Energien 2020".

Zu Beginn startet ein ausführliches Testprogramm: ein Zug der Wiener Niederflurstraßenbahn ULF wird im Klima-Wind-Kanal der Rail Tec Arsenal geprüft. Bei unterschiedlichen Wetterzuständen und Szenarien wird der Verbrauch der Nebenaggregate genau festgehalten. Mit den Daten soll ein Simulationsmodell erstellt werden, das es möglich macht, einzelne Optimierungsschritte auf Aufwand und Wirtschaftlichkeit zu testen. Schließlich geht es um den wirtschaftlichen Nutzen von Adaptierungsmaßnahmen - Energiesparen soll sich auch auszahlen.

Erhebliche Energieeinsparungen als Ziel
Bus, Bim und U-Bahn in Wien benötigen viel weniger Energie als der Pkw-Individualverkehr. Mit dem Projekt EcoTram soll der Energiebedarf öffentlicher Verkehrsmittel im Hinblick auf Klimaschutz weiter gedrückt werden. Auf eine Flotte von 300 Fahrzeugen und ein energetisches Einsparungspotential von 10 Prozent hochgerechnet, ist eine Reduktion von bis zu 3.000 MWh pro Jahr für die Wiener Linien möglich - das ist der Stromverbrauch einer kleineren Ortschaft oder die Leistung einiger Windräder. Mit der Senkung des Energieverbrauchs könnten jedes Jahr bis zu 600.000 kg CO2 vermieden werden.

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Konsortialleiter Eco Tram
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