Karas: Hedgefonds-Regelung noch vor dem Sommer!

EP-Wirtschaftsauschuss beschließt Hedgefonds-Regelung - CDS soll es an den Kragen gehen

Straßburg, 18. Mai 2010 (OTS) "Das Europäische Parlament hat jetzt die erste Hürde genommen und strenge Aufsichtsregeln für Hedgefonds beschlossen. Alle Institutionen und Manager müssen künftig registriert werden und ihre Aktivitäten transparent machen. Jetzt müssen die EU-Finanzminister rasch nachziehen, damit eine Regelung noch vor dem Sommer unter Dach und Fach ist", begrüßt EVP-Vizepräsident Othmar Karas die Abstimmung über die Richtlinie zu Alternative Investmentfonds Managers (AIFM) im Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments, die gestern Abend mit großer Mehrheit angenommen wurde. "Europa braucht mehr Transparenz und besseren Schutz von Investoren. Zudem gehören Leerverkäufe schleunigst reguliert. Spekulationen gegen Griechenland und somit gegen den Euro nicht mehr möglich sind. Wir überlassen den Euro sicherlich nicht den Spekulanten", so Karas. ****

Kernelemente der neuen Richtlinie müssten einheitliche Qualitätsmerkmale sowie einheitliche Kriterien für Alternative Investments sein. "Diese sind bisher nicht reguliert worden. Als eine der Reaktionen auf die Finanzkrise wird diese Lücke nun geschlossen. Neben europäischen Fonds werden auch Drittstaatenfonds verbindliche Kriterien auferlegt, wenn sie auf den europäischen Markt wollen. Dieser Zugang zum Markt setzt aber die Einhaltung unserer Regeln voraus", so Karas weiter. Bei der Hedgefonds-Regulierung sei vor allem noch der Anwendungsbereich für Drittstaaten umstritten. Ein EU-Pass könnte sicherstellen, dass alternative Investmentfonds ohne weitere Grenzkontrollen in Europa im Binnenmarkt frei zirkulieren können. Dieser Pass gelte nicht für Fonds mit einem Investitionsvolumen von mehr als 30 Prozent außerhalb der EU. "Dabei geht es nicht alleine um Hedgefonds, sondern auch um andere alternative Investmentfonds. Wir brauchen eine Stärkung des Investorenschutzes und des Binnenmarktes.

Karas begrüßte, dass die EU-Finanzminister endlich gegen die Kreditausfallsversicherungen (Credit Default Swaps: CDS) und gegen Leerverkäufe aktiv werden wollen. "Auch der Barnier-Vorstoß CDS stärker regeln zu wollen, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Alle Unternehmungen hin zu einer verstärkten Finanzmarktaufsicht durch Kontrolle und Transparenz und somit zur Stärkung des Euro und zur Stabilisierung der Märkte sind äußerst notwendig. Puren Spekulationen muss rasch entgegengewirkt werden", so Karas abschließend.

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