Regner: EU-Parlament sagt Ja zu Regulierung von Spekulanten und Offenlegung von Managergehältern

Forderung nach Registrierung für Drittstaaten-Hedge-Fonds, die in der EU gehandelt werden

Wien (OTS/SK) - Im Ausschuss für Wirtschaft und Währung wurde Montagnacht über die Regulierung von Hedge-Fonds, Private-Equity-Fonds & Co. abgestimmt. Das Risiko ist bei diesen Fonds besonders hoch, da meist mit nicht vorhandenem Geld gewettet wird, um höhere Gewinne zu machen. "Das Parlament hat nun den ersten Schritt hin zur Regulierung gesetzt", freut sich Evelyn Regner, stv. Delegationsleiterin der SPÖ-Abgeordneten im Europaparlament. Nun sei der Rat an der Reihe, endlich einer strengeren Regulierung der Finanzmärkte zuzustimmen. "Seit Jahren wird über die Probleme am Finanzmarkt diskutiert, der Rat ist bisher aber untätig geblieben. Es ist höchst an der Zeit, dass die Finanzminister endlich den Ernst der Lage erkennen und die Spekulanten in die Schranken weisen", unterstreicht Regner. ****

Private-Equity-Unternehmen wird es laut der aktuellen Abstimmung im Europäischen Parlament etwa untersagt, bis zu vier Jahre nach Übernahme einer Firma diese exzessiv mit Schulden zu belasten oder zu zerschlagen. Gerade die "Heuschrecken-Mentalität" mit der Filetierung von Unternehmen und dem Verlust von Arbeitsplätzen sorgte in der Vergangenheit für Kritik. Regner, die wesentlich an der neuen Richtlinie mitgearbeitet hat, sagt: "Wir haben uns in den vorangegangenen Verhandlungen gegenüber der neoliberalen Linie durchgesetzt und nun auch eine Beschränkung von Haftungsketten erwirkt. Damit kann die Haftung von Verlusten nur einmal an andere weitergereicht werden. Gerade die endlose Weitergabe von Haftungen hat in der Vergangenheit den Aufbau eines undurchsichtigen Investment-Karussells begünstigt."

Eine Reihe weiterer Offenlegungspflichten sollen laut Regner für mehr Transparenz sorgen: Neben der Kreditaufnahme müssen die Fonds auch ihre Geschäftsmodelle, Investitionen und sogar die Bezüge ihrer Manager offenlegen. Regner hebt auch die Forderung des EU-Parlaments nach einem EU-Pass für Drittstaatsfonds hervor, um alle Fonds, die in der EU gehandelt werden, zu registrieren. "Gerade in dieser Frage sollte der Rat etwas beweglicher sein und seine ablehnende Haltung überdenken", unterstrich die stv. SPÖ-Delegationsleiterin. (Schluss) rb/mp

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