Grünewald zu Universitäten: Hochschulpolitik im Rückwärtsgang

Sparmaßnahmen stempeln Regierungsversprechen zur Farce

Wien (OTS) - "Der Umgang mit Universitäten, mit Forschung und Forschungsförderung zeugt von maximalem Unverständnis über die Bedürfnisse von Bildung und Forschung", erklärte der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. "Die Ankündigung, Bildung und Forschung zum Schwerpunkt der Regierungspolitik zu machen, ist längst zum Gefasel geworden, und eine reine Frotzelei für die Betroffenen. Ministerin Karl wird durch diese Fehler von heute nicht nur Stillstand, sondern Einbrüche in Bildung und Forschung in den nächsten Jahren zu verantworten haben. Ganze Jahrgänge von Studierenden und jungen WissenschafterInnen verlieren ihre Perspektiven und Zukunftschancen", warnt Grünewald. "Vizekanzler Pröll und seine Ministerin sollen aufhören, den Universitäten, Fachhochschulen und Forschungsförderungsorganisationen nur ständiges Jammern und Nörgeln vorzuwerfen, sondern auf die zahlreichen ExpertInnen hören, die dringend dafür plädieren, Unis, Forschung und Bildung aus den Konsolidierungspakten herauszuhalten. Wenn immer nur eine Politik der Kurzsichtigkeit und des Leugnens von Problemen und Defiziten betrieben wird, dann lässt sich auch keine Zukunft für Bildung und Forschung gestalten", so Grünewald.

"Faktum ist, dass entgegen allen Bekenntnissen zum Schwerpunkt Bildung und Forschung, Universitäten und Fachhochschulen in den letzten Wochen laufend mit neuen Budgetkürzungen konfrontiert wurden. Beginnend mit klaren Kürzungen im Bundesfinanzrahmengesetz, rät nun die zuständige Ministerin den Unis trotz Mittelkürzungen Rücklagen für die Jahre nach 2013 zu bilden. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Universitäten und Fachhochschulen mit einer doppelten Verknappung ihrer Ressourcen konfrontiert werden. Dies wird die ohnehin prekäre Lage vieler Unis weiter verschärfen", analysiert Grünewald. "Ich fordere Vizekanzler Pröll und Ministerin Karl dringlich auf, ein Konjunkturpaket Bildung und Forschung zu schnüren und damit einen klaren und notwendigen Schritt zur nachhaltigen Krisenbewältigung zu setzten."

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