Misshandlungsvorwürfe gegen das österreichische Bundesheer

Misshandlung eines Österreichers türkischer Herkunft

Langenfeld (OTS) - Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Mag. Werner Faymann, Sehr geehrter Herr Verteidigungsminister Mag. Norbert Darabos,

Wir verfolgen die unglaublichen- und unmenschlichen Vorfälle in der Kloster Neuburger Magdeburg Kaserne seit 18/04/2010, dass Mehmet Yusuf Erdas, Rekrut Nr.: 9191130042, als Sündenbock dargestellt, psychoterrorisiert, immer wieder mit AV bestraft, diskriminiert, entwaffnet und unmenschlich als Sündenbock behandelt wurde.
Dass in einem demokratischen EU-Land, wie Österreich, wo wir glaubten Menschenrechte und Demokratie, Toleranz und Integration längst vollzogen und selbstverständlich sein sollte, selbst beim österreichischen Bundesheer kein Platz für rassistische Diskriminierung wegen ethnischer Herkunft oder Glauben eines Menschen sein sollte, wurden muslimischen Rekruten indirekt gezwungen Schweinefleisch zu essen, da außer Knödel keine alternative Fleischgericht serviert wurde, dass die Rekruten bestraft wurden, weil sie untereinander Ihre Muttersprache türkisch sprachen, dass ein verwundeter oder verletzter Rekrut im Lebensgefahr mit blutendem Wunden und Röhren plötzlich und willkürlich sogar ohne Behandlung, einfach hilfslos auf die Straße gesetzt wurde, protestieren wir als Dachverband der Deutsch Türkischen Vereine in Deutschland, diese diskriminierende und benachteiligende Vorgehensweise des Bundesheeres.

Wir bekamen den Eindruck, dass diese ungeheuerlichen und unglaublichen Vorfälle der Torturen von betreffenden Bundesheer Kommandanten, obwohl es seit mehr als einen Monat vergangen ist, keine offizielle Erklärung und Stellungnahme seitens der Bundesregierung abgegeben wurde, dass die Bundesregierung gleichgültig gegenüber diesen ungeheuerlichen Vorfälle bleibt und sie einfach verharmlosen will. Diese unmenschliche Vorgangsweise sind keineswegs mit den Menschenrechten und EU-Normen zu vereinbaren. Wir möchten nicht unbedingt daran glauben, dass was Prof. Dr. Mehmet Erdas Ihnen und uns schriftlich mitteilte, dass sein Sohn als Rekrut des Heeres im Lebensgefahr, nach der Operation im Heeresspital Wien erst gegen seine Unterschrift vom Spitalaerzten entlassen und gleich danach mit blutenden Wunden ohne die nötigen ärztlichen Versorgung hilflos und mittellos, sogar mit Verhängung des Kasernenverbots und noch eine Woche Abschieds AV verhängt (?), ohne seine Familie auch irgendwie zu informieren, auf die Straße gesetzt wurde. Wir protestieren gegen diesen unmenschlichen und unverantwortlich-leichtsinnigen Vorgangsweise des Österreichischen Bundesheeres.

Wir fordern die Österreichischen Bundesregierung auf, dass Oberstleutnant R. T. und Vizeleutnant H. S. wegen Tortur an Rekrut Mehmet Yusuf Erdas , nach ordentlichem Disziplinarverfahren und in einem fairen Gerichtsprozess, zur Verantwortung gezogen werden. Diese unmenschliche Behandlung und Diskriminierung unter Heeres Rekruten wegen Ihren ethnischen Herkunft und Muttersprache, entspricht nicht zu den universalen Menschenrechtsnormen der United Nations und der EU-Menschenrechtskommission.

Wir, als Vertretung von 310 deutsch türkischen aktiven Vereine und NGOs in Deutschland,können keineswegs eine solche rassistische Diskriminierung im Heeresdienst, dass ein Rekrut mit türkischer Herkunft unmenschlich behandelt -und deswegen kettenweise bestraft wird, weil er seine Muttersprache unter Freunden gesprochen hat, und danach ohne ihm die notwendigen ärztlichen Versorgung seiner Wunden zu ermöglichen sofort hilflos und mittellos unverschämt von seinen Kommandanten auf die Straße gesetzt wird, akzeptieren.
Wir appellieren und verlangen von der österreichischen Bundesregierung, die Aufklärung von sämtlichen betreffenden Vorfälle über die unmenschliche skrupellose Behandlung von Rekrut Mehmet Yusuf Erdas sowohl in Bruck an der Leitha als auch in der Magdeburger Kaserne, obwohl er in Berlin lebte und seinerzeit keineswegs zur Wehrdienst verpflichtet war, freiwillig als österreichischer Staatsbürger zu Wehrdienst kam und trotzdem wegen seiner ethnischen Herkunft misshandelt und gefoltert wurde. Wir werden, diesen Sachverhalt mit Sorgfalt -und Aufmerksamkeit genau verfolgen und falls es nötig sein sollte, mit allen rechtlichen und internationalen Dimensionen und Folgen, die verantwortlichen zur Verantwortung ziehen, einen Rechtsanwalt beauftragen und mit Instanzenweg einklagen.

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Dipl. Ing. Isa Ilyasoglu
Union der Türkischen Vereine in Deutschland
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