JG-Tauß: Kampf gegen "Working Poor" aktueller denn je

Abbau der Überstunden würde 60.000 Arbeitsplätze schaffen!

Wien (OTS/SK) - Im Jahr 2009 wurden laut AK 314 Mio. Überstunden geleistet, davon ein Drittel - über 100 Mio. Überstunden -unbezahlt. "Gehen wir von einem Bruttolohn von 10 Euro die Stunde aus, bedeutet das, dass den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Österreich im Jahr 2009 ungefähr eine Milliarde Euro nicht ausbezahlt wurden - Überstundenzuschläge nicht mitgerechnet", zeigt Tina Tauß, Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ, auf. Mit diesem Arbeitsvolumen könnten bis zu 60.000 Arbeitsplätze auf Vollzeitbasis geschaffen werden - Arbeitsplätze die heute vor allem den Jungen fehlen. ****

"Während die SPÖ und Sozialminister Rudolf Hundstorfer gegen die Arbeitslosigkeit kämpfen, entziehen sich die Unternehmen weiterhin jeglicher Verantwortung. Wenn dann gefragt wird, wer die Auswirkungen der Krise zahlen soll, zeigen Konservative und Unternehmensvertreterinnen und -vertreter schamlos auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", zeigt sich Tauß empört. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und auf das Budget sind eklatant. Dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zehn Überstunden oder mehr pro Woche machen müssen, ist heute keine Seltenheit mehr, sondern für viele tägliche Realität, obwohl sie die Überstunden nicht oder nur teilweise bezahlt bekommen.

Vor allem junge Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sind gezwungen, sich auf diese prekären Verhältnisse einzulassen, was in weiterer Folge oft dazu führt, dass junge Menschen nicht von ihrem Job leben können. "Wer 40 Stunden zahlt, soll 40 Stunden Arbeitsleistung bekommen! Auch Unternehmen müssen sich an Spielregeln halten und erbrachte Leistungen entlohnen. Eine Gesellschaft der "Working Poor" ist nicht die Version der Sozialdemokratie", so Tauß abschließend. (Schluss) df

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