ÖBB starten Gleisbau für die neue Unterinntaltrasse

Start der nächsten Projektphase - täglich werden bis zu 150 Meter Gleise verlegt

Innsbruck, Baumkirchen (OTS) - Intensiv gebaut wird weiterhin an
den neuen Gleisen der Unterinntaltrasse in Tirol. Mit dem Start der nächsten Projektphase beginnen ab sofort die Gleisarbeiten. Die erste Lieferung der modernen 120-Meter-Langschienen ist am Wochenende in Baumkirchen eingetroffen. Ab sofort bringen Speziallastzüge jede zweite Woche 24 Stück Schienen auf die Baustelle. Im Herbst kommen dann weitere Betonfertigteile täglich per Schiene von Jenbach nach Baumkirchen. Nur die Bahn kann derart unhandliche und schwere Güter problemlos und ohne Störung anderer Verkehrsteilnehmer bewältigen.

Transporte verlaufen ohne Störung der Anrainer
In Baumkirchen wurde für die Lastzüge ein provisorischer Bahnhof errichtet. Versteckt in einer überdimensionalen Betonwanne werden die Transporte ohne Störung der Anrainer entladen. In den kommenden Wochen erfolgt der Einbau der Gleise auf der Richtungsfahrbahn Innsbruck zwischen Baumkirchen und Stans. Fertigteile, Beton und Stahlschienen werden dabei noch mit LKW und Spezialfahrzeugen in die Tunnels gebracht. Spezielle Bauzüge montieren anschließend ab September das zweite Tunnelgleis.

System "Feste Fahrbahn" kommt zum Einsatz
Beim Bau der neuen Unterinntalbahn kommt das sogenannte System "Feste Fahrbahn" zum Einsatz. Wesentlicher Unterschied zu den herkömmlichen auf Schotter gelagerten Gleisen besteht darin, dass die Schienen fix auf eine Betonplatte verschraubt sind. Der Vorteil liegt in der längeren Lebensdauer, den geringen Wartungserfordernissen und den damit niedrigeren Erhaltungskosten. Das Know-How dazu kommt aus Österreich. Der Gleisbau zwischen Stans und Baumkirchen wird voraussichtlich im März 2011 abgeschlossen sein, zwischen Kundl und Stans werden im Februar 2012 alle Schienen fertig verlegt sein. Die Gleisbauarbeiten laufen rund um die Uhr.

Daten und Fakten zum Gleisbau:
160 Kilometer Schienen
13.000 Gleistragplatten
33.000 Kubikmeter Beton
60 Personen direkt im Gleisbau beschäftigt

Unterinntaltrasse Kundl/Radfeld - Baumkirchen im Überblick
Die bestehende zweigleisige Bahnstrecke im Tiroler Unterinntal wird derzeit in einem 40 Kilometer langen Abschnitt auf einen viergleisigen Querschnitt ausgebaut. Mehr als 32 Kilometer Tunnels sind bereits fertig gebaut. Ende 2012 nimmt die ÖBB zwischen Kundl und Baumkirchen die neue Trasse in Betrieb. Die neue Infrastruktur bietet Vorteile auf ganzer Linie. Neben den starken wirtschaftlichen Impulsen sowohl für die Region als auch für die Bauwirtschaft bietet das Projekt zahlreiche Vorteile für die Anrainer zwischen Innsbruck und Wörgl:

  • Chance für weitere Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr
  • Entlastung der Bevölkerung vom Verkehrslärm
  • umweltfreundliches Verkehrsangebot für die Transportwirtschaft

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 45.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,7 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2009 wurden von den ÖBB 453 Mio. Fahrgäste und 120,3 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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