ARBÖ: Höhere Treibstoffe bekommen alle zu spüren

Wien (OTS) - Die Teuerung im April wäre um ein Drittel geringer ausgefallen, hätte es den enormen Preisschub bei den Treibstoffen nicht gegeben, stellt die Statistik Austria fest. "Höhere Spritpreise bekommen die Autofahrerinnen und Autofahrer zwar als erste zu spüren. Früher oder später treffen sie - über die allgemeine Teuerung - aber die gesamte Bevölkerung", kritisiert der ARBÖ, der eine hausgemachte weitere Verteuerung der ohnehin schon hohen Spritpreise durch höhere Mineralölsteuern strikt ablehnt. Hohe Inflationsraten höhlen die Kaufkraft der Bevölkerung aus und nehmen dem heimischen Wirtschaftswachstum die einzige Stütze weg, die es bisher hatte, nämlich die Konsumnachfrage im Inland.

Im Mai haben sich die Spritpreise weiter verteuert und sind auf das höchste Niveau seit 18 Monaten geklettert - ein weiteres Anheizen der Mai-Inflation ist damit vorprogrammiert. Statt über eine Anhebung der Mineralölsteuer nachzudenken, stünde es dem Wirtschaftsminister gut an, für mehr Wettbewerb bei den Spritpreisen zu sorgen und die Kaufkraft der Bevölkerung zu stärken. Wenn mangels Kaufkraft weniger gekauft werden kann, bleiben auch die Unternehmen auf ihren Produkten und Serviceleistungen sitzen, argumentiert der ARBÖ. Gerade Menschen mit geringerem Verdienst müssen ihr gesamtes Geld ausgeben, um den Alltag zu bestreiten. Sie stärker zu besteuern oder durch Preiserhöhungen zu belasten würde das Wirtschaftswachstum bremsen. Bei Besserverdienenden, die ein Teil ihres Einkommens nicht für Konsum im Inland ausgeben, sondern auf die hohe Kante legen bzw. in Finanzanlagen investieren, ist dies weniger der Fall.

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