Österreichische Versicherungsunternehmen auch 2009 wieder gewachsen

Geschäftsergebnisse der österreichischen Versicherungswirtschaft

Wien (OTS) - Was sich bereits Ende des vergangenen Jahres abzeichnete, hat sich nun bestätigt: Die finalen Geschäftsergebnisse des Jahres 2009 zeigen einmal mehr einen positiven Aufwärtstrend in der heimischen Versicherungswirtschaft.

Trotz schwieriger Wirtschaftslage setzte die österreichische Versicherungsbranche ihren Wachstumskurs auch im Jahr 2009 fort: In Summe legten die Prämieneinnahmen der privaten Versicherungswirtschaft um 1,3 Prozent auf 16,420 Milliarden Euro zu. Gleichzeitig stiegen auch die Versicherungsleistungen um 5,4 Prozent auf 12,214 Milliarden Euro.

Nach neuesten Prognosen für das Jahr 2010 könnten sich die gesamten Prämieneinnahmen mit einem Plus von 0,8 Prozent auf einem ähnlichen Niveau wie 2009 bewegen.

Alters- und Gesundheitsvorsorge

2009 kletterte das Prämienvolumen der Lebensversicherung auf 7,416 Milliarden Euro, das ist eine Zunahme um 0,7 Prozent. Die Einmalerläge erreichten 2009 ein Plus von 8,4 Prozent und beliefen sich auf 1,979 Milliarden Euro. Das laufende Geschäft in der Lebensversicherung ging im selben Zeitraum um 1,8 Prozent auf 5,437 Milliarden Euro leicht zurück. Mit dem Erfolgsprodukt "prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge" wurden Prämien in Höhe von 892 Millionen Euro - das ergibt einen Zuwachs von 8,1 Prozent -eingenommen. Es bestehen nun über 1,3 Millionen Verträge dieses Produktes bei heimischen Versicherungsunternehmen.

Insgesamt wurden 2009 in der Lebensversicherung 5,758 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 5,5 Prozent, an die Kundinnen und Kunden der Lebensversicherung ausbezahlt.*
Im Jahr 2010 dürfte die Lebensversicherung nach aktuellen Prognosen Prämieneinnahmen von 7,438 Milliarden Euro (+0,3 Prozent) verzeichnen.

Die private Krankenversicherung erreichte 2009 ein Prämienplus von 3,6 Prozent, was zu Prämieneinnahmen in Höhe von 1,591 Milliarden Euro geführt hat.

Im selben Jahr wurden 1,056 Milliarden Euro an Leistungen, das ist ein Plus von 0,9 Prozent, an die Krankenversicherten ausbezahlt.*

Die Prognosen für 2010 sehen für die private Krankenversicherung ein Wachstum von rund 2,5 Prozent auf Gesamtprämien von 1,631 Milliarden Euro vor.

* In den angegebenen Zahlen für Leistungen sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen nicht erfasst.

Schaden-/Unfallversicherung

Das Prämienaufkommen der Sparte Schaden-/Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflichtversicherung) erzielte 2009 ein Plus von 1,3 Prozent und stieg auf 7,413 Milliarden Euro. Das durch die Zunahme an Naturgefahren bereits hohe Niveau der Versicherungsleistungen erfuhr 2009 abermals eine Steigerung um 6,4 Prozent auf 5,400 Milliarden Euro. Verantwortlich war nicht zuletzt ein starker Anstieg der Leistungen in der Sturmversicherung, welche die Risiken Sturm, Hagel, Schneedruck, Steinschlag und Erdrutsch abdeckt. Alleine Sturm und der Hagel, die in der Nacht vom 23. auf 24. Juli 2009 Teile von Ober- und Niederösterreich, Salzburg, Tirol, der Steiermark und Wien verwüsteten, hinterließen versicherte Schäden im Ausmaß von etwa 360 Millionen Euro.

Prognosen gehen für 2010 in der Schaden-/Unfallversicherung von einem leichten Wachstum in Höhe von 0,8 Prozent aus, das zu einem Prämienvolumen von 7,474 Milliarden Euro führen sollte.

In der Kfz-Versicherung wurden 2009 2,818 Milliarden Euro (-1,3 Prozent) an Prämieneinnahmen und 2,020 Milliarden (+3,5 Prozent) an bezahlten Leistungen verzeichnet. Die Prämien der Kfz-Kaskoversicherung stiegen um ein Prozent auf 1,055 Milliarden Euro, jene der Kfz-Haftpflicht sanken um 2,7 Prozent auf rund 1,708 Milliarden Euro. Den Leistungen aus der Kfz-Kaskoversicherung in Höhe von 844 Millionen Euro (+15,9 Prozent) stehen Leistungen aus der Kfz-Haftpflichtversicherung in Höhe von 1,172 Milliarden Euro (-3,8 Prozent) gegenüber.

Für die Kfz-Haftpflichtversicherung weisen Prognosen für das Jahr 2010 einen Prämienrückgang von 3,3 Prozent auf ein Volumen von 1,652 Milliarden Euro aus. Die Prämieneinnahmen in der Kfz-Kaskoversicherung dürften sich in etwa auf Höhe des Vorjahres bewegen.

Stabiler Sektor Versicherungswirtschaft

Trotz der Auswirkungen der globalen Finanzkrise stellen die heimischen Versicherungen einen der stabilsten Pfeiler der heimischen Wirtschaft dar. Die vertraglichen Ansprüche und das verwaltete Kapital der österreichischen Versicherungskundinnen und -kunden sind sicher, das Geschäftsmodell "österreichische Versicherung" hat sich auch in schwierigen Zeiten wieder bewährt.
Per Ende 2009 hielten Österreichs Versicherungsunternehmen Vermögenswerte in Höhe von 92,260 Milliarden Euro. Diese setzten sich hauptsächlich aus Schuldverschreibungen, Fonds, Liegenschaften, Darlehen und Guthaben zusammen; die Kern-Aktienquote betrug 4,25 Prozent.

Zukunftsorientierung schafft Chancen

Die heimischen Versicherungen sind in den letzten Jahren zu internationalen, starken Playern geworden. Österreichs Versicherungswirtschaft verfügt heute über mehr als hundert Versicherungsgesellschaften in 23 Ländern der CEE-Region und ist in nicht wenigen Ländern Marktführer. Mit der Öffnung der Grenzen nach Osten haben sich für unsere Unternehmen völlig neue Perspektiven ergeben, heute zählen sie in manchen Märkten zu den größten Investoren und haben tausende neue Arbeitsplätze im In- und Ausland geschaffen.

Als Vertreter einer zukunftsorientierten Branche suchen die heimischen Versicherungen auch 2010 wieder Personal. Österreichweit sollen mehrere hundert neue Stellen in der Kundenberatung und auch wieder Lehrstellen besetzt werden. Unter der Website www.berufmitzukunft.at kann sich jeder über den modernen, spannenden Beruf "Versicherungsberater/in" informieren und auch Kontakte zu den Personalverantwortlichen der Versicherungsunternehmen in ganz Österreich knüpfen.

Sie finden uns im Internet unter www.vvo.at
Besuchen Sie www.berufmitzukunft.at - die VVO-Initiative zum Beruf "Versicherungsberater/in"

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