BZÖ-Grosz: Zahl der Lebensmittelproben seit 2005 drastisch gesunken!

Anfragebeantwortung von SPÖ-Gesundheitsminister Stöger offenbart Schwächen der österreichischen Lebensmittelkontrolle - Seit 2005 um 29.853 Proben zu wenig gezogen

Graz/Wien (OTS) - Die Lebensmittelkontrollen sind seit dem Jahr
2005 drastisch gesunken. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger an den stellvertretenden BZÖ-Bündnisobmann Abg. Gerald Grosz hervor. Trotz gesetzlich vorgeschriebener Sollprüfungen, sind zwischen den Jahren 2005 bis 2008 österreichweit um 29.853 Proben zu wenig gezogen worden.

"Was sich hier in den Bundesländern abspielt, ist absolut fahrlässig. Die Lebensmittelkontrolle wird de facto personell und finanziell ausgehungert. Das erhöht das Risiko für Konsumentinnen und Konsumenten immens. Auch der Listeriose-Fall in einem steirischen Unternehmen kann auf den katastrophalen Personalstand der Lebensmittelaufsicht und die damit verbundenen Kürzungen der Lebensmittelziehungen zurückgeführt werden", kritisiert Grosz die Lebensmittelpolitik des Gesundheitsministeriums und der jeweiligen Landesgesundheitsreferenten.

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B B K K NÖ NÖ OÖ OÖ S S
soll ist soll ist soll ist soll ist soll ist

2004 1513 2608 5323 5546 1980
2005 1684 1197 2892 2481 4752 4452 5974 5372 2606 1848
2006 1548 1071 2805 1902 6348 4438 5920 4423 2100 1374
2007 1612 1094 1383 1195 5758 4130 5124 4026 2629 1225
2008 1498 1361 2466 2019 6772 5515 5956 4333 2786 1332

Stmk Stmk T T V V W W
soll Ist soll ist soll ist soll ist

2004 4405 3719 1503 13564
2005 4510 4024 3990 3770 1700 1373 13492 13005
2006 5047 3547 3743 3330 1970 1531 11112 10303
2007 5545 5470 3397 2975 1603 1528 12948 8612
2008 5145 4384 3293 3387 2084 1480 10000 8832

"Gesundheitsminister Stöger kennt die Gefahr. Er wird als Minister jährlich über diese sinkenden Zahlen informiert und handelt nicht. Es kann nicht sein, dass die Regierungsbüros in den einzelnen Bundesländern als regelrechte Versorgungsbetriebe für gescheiterte Politoffiziere missbraucht werden und zeitgleich der Personalstand der Lebensmittelaufsichten und die Finanzierung der Proben gesenkt werden. Gerade um aus den Lehren des Listeriose-Skandals zu lernen ist die personelle und finanzielle Besserstellung sowie eine Erhöhung der Soll- und Istproben ein Gebot der Stunde", fordert Grosz den Gesundheitsminister auf, endlich aufzuwachen.

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