ÖVP Wien: Hauptbahnhof darf kein Millionengrab für Wiener Steuerzahler werden

Hauptbahnhof als nächster Wiener Bau-Flop

Wien (OTS) - "Nach der Zentralfeuerwache, bei der eine
300prozentige Baukostenüberschreitung erzielt wurde, droht nun die Errichtung des Hauptbahnhofes zum nächsten Millionengrab für die Wiener Steuerzahler zu werden", kritisieren in einer heutigen Pressekonferenz der Planungssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Alfred Hoch, und die Wiedner Bezirksvorsteherin Susanne Reichard. Unter anderem stellte das Kontrollamt fest, dass die von der Stadt Wien bereitgestellten Infrastrukturkosten von 123,4 Mio Euro im Jahre 2007 auf 259,8 Mio Euro explodieren. Das entspricht einer Verdopplung der ursprünglich vorgesehenen Kosten. "Man sieht an diesem als Jahrhundertprojekt gefeierten Vorhaben, wie ineffizient die Wiener SP-Stadtregierung mit dem Steuergeld der Wiener Steuerzahler umgeht", so Hoch.

Teures Cable Liner Projekt endgültig ad acta legen

Endgültig die Notbremse ziehen müsste man nach dem vorliegenden Rechnungshofbericht bei den Plänen für einen Cable Liner, der die U1 und den Hauptbahnhof miteinander verbinden sollte. Auch hier gebe es eine Kostenexplosion von 25,4 auf 32 Mio. Euro bei der Anschaffung des Systems sowie eine Verdopplung bei den Betriebskosten. "Dieses Lieblingsprojekt des Bürgermeisters, der sich damit ein Denkmal setzen wollte, wird wohl Häupls einsamer Traum bleiben. Die Stadt muss die Kritik des Rechnungshofes ernst nehmen und dieses unrealistische Projekt endgültig ad acta legen", betont Reichard.

Dringend U2 Anbindung an Hauptbahnhof gefordert

Man müsse angesichts einer Wegzeit von 6,5 Minuten zwischen U1 und Bahnhof eine weitere U-Bahnverbindung schaffen, weil es den Fahrgästen nicht zuzumuten wäre, mit schwerem Gepäck derartig lange Fußwege zurück zu legen. Zudem sei die U1 in den Hauptzeiten schon jetzt ausgelastet, was eine Anbindung der U2 an den Hauptbahnhof umso notwendiger mache, auch angesichts der Tatsache, dass bei den Verkehrsplanungen des Hauptbahnhofes längst überholte Zahlen herangezogen wurden, sodass mit einem noch höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen sei.

Der zuständige SP-Stadtrat Schicker sei daher dringend dazu aufgefordert, endlich mit dem Projektbetreiber einen genauen Kostenplan für das Projekt zu erstellen, um weitere Projektkostenexplosionen für die Steuerzahler zu vermeiden. Zudem fordere die ÖVP Wien einen Runden Tisch mit Stadtplanern und Verkehrsexperten, an dem das Projekt einer zweiten U-Bahnanbindung an den Hauptbahnhof im Detail erläutert, diskutiert und geplant werden soll. "Es kann nämlich nicht so sein, dass die Unfähigkeit der SPÖ, Großprojekte der Stadt Wien ohne Kostenexplosion zu realisieren, auf den Rücken der Wiener Steuerzahler ausgetragen wird", betonen Reichard und Hoch abschließend.

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