ÖSTERREICH: Finanzminister Pröll lehnt Alleingang bei Finanzsteuer ab

Finanzminister im ÖSTERREICH-Interview: "Finanztransaktionssteuer kann nur europaweit kommen."

Wien (OTS) - In einem Interview mit der morgigen Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH (Montag-Ausgabe) lehnt Finanzminister Josef Pröll einen Alleingang Österreichs bei der Finanztransaktionssteuer deutlich ab. Pröll in ÖSTERREICH: "Ein Alleingang Österreichs bei der Finanz-Transaktionssteuer ist schwer denkbar. Diese Finanzsteuer bringt uns nur gesamteuropäisch weiter, weil sonst die Finanzströme sofort von Wien nach Frankfurt oder London wegverlagert werden. In der Minute, in der Sie die Transaktionssteuer in Österreich im Alleingang einführen, können Sie die Wiener Börse zusperren."

Zum Vorstoß von Wirtschaftskammer-Präsident Leitl und Kanzler Faymann, die Steuer schon 2011 in Österreich notfalls im Alleingang zu starten sagt Pröll in ÖSTERREICH: "Ich lade beide Herren ein, mir und den Finanzexperten zu erklären, wie wir in Österreich als einzige in Europa eine Finanztransaktionssteuer ohne Schaden für den Finanzmarkt durchführen. Ich befürchte, unser Finanzmarkt ist viel zu klein."

Für Österreich kündigt Pröll mit dem Budget 2011 eine - so Pröll -"radikale Schuldenbremse" an. Pröll im morgigen ÖSTERREICH: "Wir planen einen massiven Schuldenabbau. Schon 2011 wird es statt der bisher vorgesehenen 5 Prozent nur noch 4 Prozent Neuverschuldung geben, bis 2013 sinkt die Neuverschuldung auf 2,7 Prozent."

Pröll kündigt in ÖSTERREICH die definitive Einführung einer Bankensteuer mit 1. Jänner 2011 an: "Die Bankensteuer ist ab 2011 mit 500 Millionen Euro Ertrag im Jahr im Budget fix eingeplant. Es geht mir aber darum, dass diese 500 Millionen nicht auf die Kunden abgewälzt werden."

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0005