Wiener Börse gegen Österreich-Alleingang bei Finanztransaktionssteuer

Wien (OTS) - Die Wiener Börse spricht sich vehement gegen einen Alleingang Österreichs bei der Einführung einer Finanz-transaktionssteuer aus: "Eine Finanztransaktionssteuer darf nur zumindest auf europäischer Ebene eingeführt werden, da sich sonst der Großteil des Handels sofort in jene Länder verlagern würde, die keine Transakti-onssteuer einheben. An der Wiener Börse ist zu befürchten, dass fast zwei Drittel des Aktienumsatzes verlo-ren gehen, da dieses Volumen von ausländischen Marktteilnehmern gehandelt wird. Außerdem wäre das Abwandern der Umsätze ins Ausland ein massiver Rückschlag für die Transparenz des österreichischen Ka-pitalmarktes", betont Dr. Heinrich Schaller, Mitglied des Vorstandes der Wiener Börse AG.

Ein Vorreiten Österreichs hätte nur negative Auswirkungen auf die Liquidität des gesamten österreichischen Kapitalmarktes: Eine Transaktionssteuer würde den Aktienhandel schwächen, bei ihrer Einführung unmittel-bare negative Kurseffekte verursachen und insgesamt den positiven Beitrag des österreichischen Kapital-marktes zum Bruttoinlandsprodukt (Arbeitsplätze und Beitrag zum Wirtschaftswachstum) verringern.

Rückfragen & Kontakt:

Beatrix Exinger, Wiener Börse AG
Tel: +43 (0) 1 53 165 - 153
Fax: +43 (0) 1 53 165 - 140
beatrix.exinger@wienerborse.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WBA0001