Bures nach Gipfelgespräch zur Flugsicherheit: Sicherheit der Passagiere hat oberste Priorität

Österreich und Deutschland setzen auf europäische Zusammenarbeit: einheitliche Regelungen für Europa - Österreich ab sofort für Messflüge bereit

Wien (OTS/BMVIT) - Verkehrsministerin Doris Bures traf heute ihren deutschen Amtskollegen Peter Ramsauer in Wien zu einem Arbeitsgespräch, bei dem beide Minister klar für ein koordiniertes europäisches Vorgehen im Falle eines weiteren möglichen Auftretens einer Aschewolke eintraten. Im Anschluss an das Gespräch mit Ramsauer lud Bures die Spitzenvertreter der österreichischen Luftfahrtunternehmen, der Flugsicherungsbehörde Austro Control und der obersten Zivilluftfahrtbehörde (OZB) zu einem Gipfelgespräch zum Thema Flugsicherheit in Österreich und Europa. ****

Vereinbart wurde, dass die Daten der Vulkanbeobachtungsstelle VAAC weiterhin Entscheidungsgrundlage für das Verhängen von Flugverbotszonen sind. Sollten weitere Aschekonzentrationen im österreichischen Luftraum auftreten, werden seitens der Austro Control eigene Messflüge veranlasst, deren Ergebnisse unverzüglich an die VAAC übermittelt werden. Damit leistet Österreich ebenso wie Deutschland einen wichtigen Beitrag, das europäische Vorhersagemodell zu optimieren. Bures fordert alle anderen Länder auf, ebenfalls diese Vorgangsweise zu wählen. Denn: je mehr Daten der VAAC zur Verfügung stehen, umso aussagekräftiger und zuverlässiger wird das Vorhersagemodell.

Unabdingbar ist aus Sicht von Ministerin Bures eine einheitliche europäische Vorgangsweise bezüglich weiterer möglicher Luftraumsperren, um die Sicherheit der Passagiere und der Bevölkerung am Boden zu gewährleisten. Weiters müssen auf europäischer Ebene so rasch wie möglich Methoden der Risikobewertung und des Risikomanagements definiert werden sowie verbindliche Grenzwerte festgelegt werden.

Im heutigen Gipfelgespräch mit den Airlines wurde außerdem festgehalten, dass die derzeit erhöhten technischen Sicherheitskontrollen, z.B. Untersuchungen der Triebwerke, weiterhin beibehalten werden.

Die Verkehrsministerin bekräftigte nochmals, dass sie die wirtschaftlichen Interessen der Luftfahrtunternehmen sehr ernst nehme, aber das Thema Sicherheit ganz klar in den Vordergrund stelle "Wir sind uns einig, dass die Sicherheit immer an erster Stelle steht", stellt Bures klar.

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