Wöginger: Brauchen im Pflegebereich Lösungen für die Zukunft

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es ist höchste Zeit, im Pflegebereich aktiv zu werden. In Österreich fehlen mehr als 7.000 Pflegekräfte, die Zahl der Pflegegeldbezieher steigt weiter, und wir sind mit einem ungebremsten Anstieg an Kosten in diesem Bereich konfrontiert, umriss heute, Mittwoch, ÖVP-Sozialsprecher Abg. August Wöginger anlässlich der Sitzung des Sozialausschusses die Problematik. Im Regierungsprogramm bekennt sich die Bundesregierung zu einer umfassenden Absicherung, qualitätsvollen Erweiterung und nachhaltigen Finanzierung der Pflege und Betreuung. ****

Die größte Herausforderung sei, das Wirrwarr an unterschiedlichen Systemen in den Bundesländern zu lösen. "Dieses System ist so nicht weiter zu finanzieren. Es ist höchst an der Zeit, hier aktiv zu werden", sagte Wöginger und verwies in diesem Zusammenhang auf die laufende Daten-Sammlung der Länder als Grundlage für eine Debatte über den im Regierungsprogramm geplanten Pflegefonds.

Die Bundesregierung bekenne sich zu einer abgestimmten Planung und fordere dazu vergleichbare Bedarfs-, Finanzierungs- und Angebotsdaten aus den Bundesländern ein. "Pflege und Betreuung muss im gesamten Bundesgebiet nach einheitlichen Mindeststandards verfügbar sein. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Angebote sowie für vergleichbare Leistungen unterschiedliche Kostenbeiträge, die im Einzelfall einen unterschiedlichen finanziellen Aufwand bedeuten. Ein nachhaltiges bundesweites System der Finanzierung soll Chancengleichheit für alle schaffen und dadurch die Entlastung der Gemeinden ermöglichen", so der ÖVP-Sozialsprecher. Für die Sicherstellung einer effizienten Mittelverteilung müsse mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von Angebot und Leistung gewährleistet werden. Die Bundesregierung werde zudem die Einteilung der Pflegegeldstufen und deren Höhe evaluieren.

Generell sollen auch ambulante und teilstationäre Versorgungsformen gefördert und ausgebaut werden. "Die Gestaltungsfreiheit des Einzelnen muss durch ein vielfältiges Betreuungsangebot von intra-und extramuralen Angeboten sowie die "Betreuung daheim" durch pflegende Angehörige gemeinsam mit Dienstleistern möglich sein", so Wöginger weiter. Die Bereitschaft von Angehörigen, die Solidargemeinschaft zu entlasten, sei durch entsprechende Maßnahmen zu unterstützen.

Eine der langfristig größten Herausforderungen sei die Sicherstellung der notwendigen Arbeitskräfte. "Zukünftige Personal- und Ausbildungskapazitäten müssen bereits jetzt mittel- und langfristig geplant werden, wobei bei der Ausbildung im Pflegebereich auch eine stärkere Berücksichtigung der Erfordernisse der Langzeitpflege notwendig ist", so Wöginger.
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